zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 09:39 Uhr

„BBZ ist Goldstück“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bildungspolitikerin Heike Franzen (CDU) besucht Plöner Berufsbildungszentrum

von
erstellt am 15.Sep.2015 | 15:36 Uhr

Möglichkeiten einer Weiterentwicklung der berufsbildenden Schulen hat die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Heike Franzen, bei einer Reise durchs Land im Blick. Gestern schaute die Abgeordnete in Begleitung ihres Kollegen und Kreispräsidenten, Peter Sönnichsen, beim Regionalen Berufsbildungszentrum (BBZ) in der Kreisstadt rein und sprach mit dem Leiter Axel Böhm.

Wegen rückläufiger Zahlen bei den Ausbildungsbetrieben und Lehrlingen kann sich Franzen, einer Idee der Hamburger CDU folgend, für die Zukunft der beruflichen Schulen ein übergeordnetes Institut vorstellen. Dieses solle als zentrales Dach-Institution für Entwicklung und Verwaltung tätig sein und als Schnittstelle für die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, den Kammern sowie für die verschiedenen Ministerien dienen und für die Ausbildung von Berufschullehrern verantwortlich sein. Alle Fraktionen im Landtag seien sich einig, dass es eine Veränderung geben müsse, so Franzen.

„Ausbildungsbetriebe wollen den Kontakt zu den Berufsschulen haben und nicht auch noch Ausbildungshindernisse im Rahmen von Fachkräftemangel mittragen“, führte der BBZ-Leiter Axel Böhm aus. „Das Berufsbildungszentrum Plön ist ein Goldstück, ist sehr gut aufgestellt und engagiert sich“, lobte die Landtagsabgeordnete die Standorte Plön und Preetz. Allerdings seien die Rahmenbedingungen, beispielsweise eine ausreichende Zahl an fachlich qualifizierten Berufsschullehrern, an allen BBZ verbesserungswürdig. „Nach den Förderzentren sind die beruflichen Schulen lehrerstellenmäßig im Land am schlechtesten ausgestattet“, bestätigte Böhm.

Handlungsbedarf bestehe wegen des demografischen Wandels und der hohen Zahl junger Flüchtlinge, die sich in Deutschland etablieren wollten. Dazu Franzen: „Die Flüchtlinge brauchen dringend Unterstützung.“ Das BBZ habe vor den Sommerferien ein Programm für Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 26 Jahren entwickelt, schilderte Böhm. Sie erhielten seit 1. September in Plön und Preetz in verschiedenen Klassen Deutsch-Unterricht im Rahmen des Programmes „Deutsch als Zweitsprache“ (Daz), und eine Einführung in die praxisnahe Arbeit in den Metall-Werkstätten und in der Küche. Dort lernten sie zugleich die Fachbegriffe.

„Das Abitur und eine Ausbildung muss gleichwertig behandelt werden“, führte Franzen weiter aus. Das
bisherige Ziel, Kinder zum Abitur zu führen, sei nicht mehr zeitgemäß, nicht zuletzt weil es zu viele Studienabbrecher gebe. Entsprechend wäre eine Vernetzung mit den allgemeinbildenden Schulen und Gymnasien ideal, damit Schüler früher Einblicke in das Berufsleben
erhalten könnten. Zurzeit gebe es dabei Parallelstrukturen. Als oberstes Ziel formulierte Franzen: „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Bildung und die Integration in die Gesellschaft.“





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen