Kellenhusen : "Baywatch" als sinnvoller Ferienjob

Schüler aus Meppen werden in einem Pilotprojekt zu Rettungsschwimmern      ausgebildet und in Kellenhusen ihren letzten Schliff erhalten.
Schüler aus Meppen werden in einem Pilotprojekt zu Rettungsschwimmern ausgebildet und in Kellenhusen ihren letzten Schliff erhalten.

DLRG und Kurverwaltung Kellenhusen versprechen sich von einem Pilotprojekt eine nachhaltig funktionierende Nachwuchsarbeit.

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09. August 2011, 12:21 Uhr

Kellenhusen | Bei der Gewinnung von Nachwuchs gehen die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Kurverwaltung Kellenhusen gemeinsam neue Wege: In Zusammenarbeit mit der Johannesschule im niedersächsischen Meppen werden knapp 20 Schüler zu Rettungsschwimmern ausgebildet.

Sowohl die DLRG als auch die Kurverwaltung Kellenhusen versprechen sich von diesem Pilotprojekt eine nachhaltig funktionierende Nachwuchsarbeit. "Es ist sehr wichtig, dass wir uns in Zeiten, in denen Ehrenamtliche zunehmend schwieriger zu gewinnen sind, frühzeitig um eine Nachwuchsförderung kümmern, die auch dem demografischen Wandel entgegenwirkt. Unser erstes Ziel ist es, unseren Gästen ein sicheres Badevergnügen zu ermöglichen. Dies können wir nur in enger Zusammenarbeit mit der DLRG erreichen", sagt Martin Riedel, Kurdirektor in Kellenhusen.

Thies O. Wolfhagen vom DLRG-Landesverband ergänzt: "Es ist unser Ziel, die Jugendlichen frühzeitig für den ehrenamtlichen Einsatz als Rettungsschwimmer zu begeistern. Dieser Ferienjob bringt den Jungen und Mädchen zwar nur ein kleines Taschengeld ein, garantiert aber tolle Erfahrungen im Team und die Möglichkeit sich als Lebensretter zu beweisen."

Die theoretische und schwimmerische Ausbildung, eine umfassende Schulung in Erster Hilfe inklusive, übernehmen die Johannesschule und die DLRG Meppen. Zur weiteren praktischen Ausbildung und zur Heranführung an den aktiven Dienst als Rettungsschwimmer am Strand von Kellenhusen kommen die jungen Lebensretter im Juni 2012 an die Ostsee. Im Team mit Routiniers sollen sie dann den "letzten Schliff" bekommen.

Als Praktikanten in einer erfahrenen Wachmannschaft sollen die jungen Leute eine umfassende Einweisung in das Revier der Badestrände in Kellenhusen, die Rettungsgeräte und Kommunikationsmittel wie zum Beispiel Funk bekommen. Wolfhagen: "Natürlich stehen auch eine praktische Ausbildung auf Motorrettungsbooten inklusive Seemannschaft und Grundlagen der Einsatzlehre für Rettungs-, Such- und Bergeeinsätze auf dem Lehrplan. Nach Abschluss dieser umfangreichen theoretischen Ausbildung in Meppen und dem Praktikum in Kellenhusen haben wir dann ein Team junger Rettungsschwimmer, das uns in den Folgejahren im aktiven Dienst in Kellenhusen - aber auch an anderen Stränden der Nord- und Ostsee - unterstützen kann."

Ehrenamtliche Arbeit macht Spaß und es gibt deutlich interessantere Freizeitmöglichkeiten als Videospiele und Internet: das werde den jungen Leuten mit

diesem Projekt vermittelt, schwärmt Georg Jansen. Er ist Initiator des Ausbildungsprojektes, Schulleiter der Johannesschule Meppen und selbst seit vielen Jahren als ehrenamtlicher DLRG-Rettungsschwimmer und Wachleiter in Kellenhusen aktiv.

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