Baustellen-Endspurt im Sommer

In der Peterstraße muss das letzte Stück noch gepflastert werden, die tiefen Arbeiten sind fertig.
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In der Peterstraße muss das letzte Stück noch gepflastert werden, die tiefen Arbeiten sind fertig.

Einheitliche Verbindung zwischen Bahnhof und Markt drei Jahre nach Baubeginn: Die Peterstraße soll im Juli, der ZOB Ende August fertig sein

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08. Juni 2018, 11:30 Uhr

Die Fortschritte der seit Jahren laufenden Stadtsanierung in der Fußgängerzone und an Eutins Bahnhof sind täglich zu sehen: Das letzte Stück der Peterstraße soll in etwas mehr als einem Monat fertig sein. Beim neuen zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sind schon die künftigen Haltebuchten der Busse zu erkennen. Ab Dienstag kommt der Beton, bis Ende August sollen die Bauarbeiten am Boden auch hier beendet sein. Nur die Überdachung für einen Teil der „Warteinsel“ lässt nach Auskunft des Bauamtes noch auf sich warten.

Etwas mehr als drei Jahre nach Beginn der Stadtsanierung wäre mit dem Abschluss der beiden großen Baustellen im Stadtgebiet ein erstes Etappenziel erreicht: Der Weg vom Bahnhof mit neuem ZOB führt Eutins Besucher dann auf einheitlich neuem Weg direkt bis zum Marktplatz, an dem die Sanierung nach dem Rosengarten 2020 weitergehen soll. Doch zurück zu den aktuellen Baustellen.

Was liegt in der Fußgängerzone noch an: Der zweite Teil der Peterstraße muss auf Seiten der Apotheke und Pistor bis zur Kreuzung Albert-Mahlstedt-Straße noch geklinkert, auf der Straße noch gepflastert werden. Auch das Blindenleitsystem müsse nach Auskunft des Bauamtes noch ergänzt werden. Die Fertigstellung wird voraussichtlich Mitte/ Ende Juli erfolgen, heißt es auf Nachfrage. Schuld an der Verzögerung im Bauablauf sei die Witterung in den Wintermonaten gewesen. Die besondere Herausforderung im Bauablauf in der Peterstraße, dem „Herzstück Eutins“, wie Kaufleute und Bürgermeister immer betonten, sei die Kleinteiligkeit gewesen und die Vielzahl der zu erneuernden Hausanschlüsse. Insgesamt wurde eine Fläche von rund 2200 Quadratmetern neu gepflastert.

Im Bereich des ZOB begannen die Arbeiten vor gut einem Jahr mit dem Abriss der beiden alten Wohnhäuser zur Erweiterung des Busbahnhofes, denn er soll größer, moderner und barrierefrei werden – direkt neben dem Bahnhofsgebäude. Rund 1,85 Millionen Euro kostet der Umbau des ZOB, an dem vermutlich ab September alle Buslinien, die in Eutin halten, stoppen sollen, auch die, die bislang in der Elisabethstraße die Fahrgäste aussteigen ließen. Wie an einer Art Sägeblatt reihen sich acht Haltebuchten um eine Warteinsel, die teilweise überdacht wird (wir berichteten). Ver- und Entsorgungsleitungen wurden bereits soweit erforderlich erneuert, die Bahnhofstraße asphaltiert, die Borde der Warteinsel gesetzt und derzeit werden die Tragschichten gebaut, teilte das Bauamt mit. Ab Dienstag wird die Umfahrung betoniert, um die notwendige Tragkraft zu haben, danach wird die Insel mit Bockhorner Klinker, wie auch schon am Bahnhof und in der Peterstraße verwendet, gepflastert. Die Baumpflanzungen sowie die Erstellung sämtlicher Ausstattungselemente bis hin zur Teilüberdachung der Mittelinsel stehe ebenfalls noch an. Abschließend werde die Querung in der Bahnhofstraße auf Höhe der westlichen Peterstraße – „der Eingang zur Stadt“ – hergestellt, wofür die Bahnhofstraße noch einmal voraussichtlich für zwei Wochen voll gesperrt werden müsse. Die komplette Fertigstellung ist für Ende August geplant.

Auch beim ZOB habe die Witterung der Wintermonate zu Verzögerungen im Bauablauf geführt. Außerdem habe die „relativ lange Lieferzeiten der Teilüberdachung der Mittelinsel“ nochmals zu einer Zeitverschiebung geführt. Die ersten Busse sollen, nach einer geplanten Begehung der Unternehmen vorab, wohl ab September vom neuen ZOB rollen. Im Bereich ZOB sind rund 840 Quadratmeter Asphalt neu hergestellt, rund 1600 Quadratmeter Betondecke neu und etwa 1400 Quadratmeter Klinkerpflaster gelegt worden. Außerdem wurde gut 3200 Kubikmeter Boden abgefahren. Die Bepflanzung der Böschung in Richtung Bahngleise sei im Herbst vorgesehen.

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