Baubetriebshof braucht mehr Fachpersonal zur Pflege

Sind schon jetzt aktiv im Seepark: Gartenarbeiter Jens Markmann (li.) und Ralf Kozian reinigen Abflüsse und Wege.
Sind schon jetzt aktiv im Seepark: Gartenarbeiter Jens Markmann (li.) und Ralf Kozian reinigen Abflüsse und Wege.

shz.de von
10. März 2017, 00:37 Uhr

Der Bauausschuss einigte sich in seiner jüngsten Sitzung darauf, noch einmal über den von Landschaftsarchitektin Urte Schlie aufgestellten Pflege- und Entwicklungsplan für die zur Landesgartenschau neuentstandenen Flächen zu diskutieren. Welche Maßnahmen müssen wirklich erledigt, welche können fremdvergeben werden ? Das waren Fragen, die es aus Sicht der Mitglieder zu klären gilt.

Bis zu einer endgültigen Entscheidung übernimmt der Baubetriebshof (BBH) die Arbeiten und orientiert sich an dem vorgestellten Pflegeplan. „Wir sind ein Dienstleister mit Herz“, sagte Jan Rohe, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofes, gestern auf Nachfrage. Die etwa zweieinhalb fehlenden Fachkräfte, die aus seiner Sicht nötig wären, um die Qualität zu halten, fehlen ihm derzeit im Team. „Wir können das leisten, wenn wir den Auftrag bekommen, aber wir müssen dann auch entsprechend ausgestattet sein“, hält Rohe fest. Fünf gelernte Fachkräfte für den Gartenbereich habe er derzeit im Team, neben vielen anderen Gewerken. Das Problem, das Rohe auf sich und die Kollegen zukommen sieht, bis eine Entscheidung für mehr Personal getroffen ist, sind die steigenden Überstunden. „Wir bauen bisher in der pflegeintensiven Zeit im Sommer Überstunden auf, die wir im Winter abbauen können.“ Mit den neu entstandenen und zu pflegenden Flächen vom Seepark bis in den Süduferpark steigt die Zahl der Überstunden – und mittelfristig könne das zum Problem werden. Die Argumentation aus dem Ausschuss, dass bei der Pflege durch den Bauhof nicht nur gut 19 Prozent Mehrwertsteuer gespart werden können, will Rohe noch bestärken: „Anders als bei Fremdanbietern steht bei uns als Dienstleister der Stadt keine Gewinnerzielung im Vordergrund. Wir sind Dienstleister mit Herz in dieser Stadt und wollen, dass es schön ist, können in vielen Dingen nach Bedarf flexibel reagieren und nicht nach Abrechnungsmöglichkeiten.“ Dass er noch in dieser Saison personelle Unterstützung bekommt, vermag er nicht zu hoffen. Selbst nach dem Okay von Politik und Verwaltung brauche es Zeit, geeignetes Fachpersonal zu finden.

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