zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 18:53 Uhr

Baubeginn für Sohlgleite in Fissau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der obligatorische erste Spatenstich wird morgen vorgenommen / Umgehung des Stauwehrs soll bis Landesgartenschau fertig sein

von
erstellt am 17.Sep.2015 | 15:02 Uhr

Vor neun Jahren gab es eine Machbarkeitsstudie, vor fünf Jahren begannen konkrete Planungsarbeiten: Morgen ist Start für den Bau einer Sohlgleite an der Neumühle in Fissau. Die Schwentine soll zwischen Großen Eutiner See und Kellersee wieder für Fische und andere Wasserlebewesen in beide Richtungen passierbar gemacht werden, wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vorsieht. Henning Südel (Nüchel), Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes (WBV), wird gemeinsam mit Vertretern der Stadt und Behörden von Kreis und Land und in Anwesenheit von Anliegern den ersten Spatenstich vornehmen. Es werde damit das letzte große Wanderhindernisses in der Schwentine beseitigt.

Bei der Neumühle, ursprünglich als Kornmühle gebaut, wird die Wasserkraft bis heute zur Wärmegewinnung genutzt. Die Stauanlage ist aber für Fische nicht passierbar. 2006 ergab eine Studie, dass eine Umgehungsrinne die Durchgängigkeit herstellen könnte, entsprechende Planungen wurden nach Zusage der Finanzierung durch das Land im Jahr 2010 vom WBV in Auftrag gegeben. Allerdings habe es viele teilweise schwierige Fragen zum bestehenden Staurecht, zur Stauhöhe, zu den Eigentumsverhältnissen und zur Finanzierung gegeben, weshalb sich der Planungsprozess hingezogen habe, sagt Südel. Erst Sommer 2015 habe die Wasserbehörde des Kreises die Genehmigung erteilt.

Die Firma Schwalbe aus Preetz wird die Sohlgleite bauen, die Kosten werden auf 1,27 Millionen Euro geschätzt und komplett vom Land bezahlt. Der Plan sieht den Bau eines rund 200 Meter langen Flussbetts um das Mühlengebäude herum vor. Für den Abfluss des Wassers bei höheren Wasserständen nach starken Niederschlägen soll ein Entlastungswehr gebaut werden, das automatisch den Wasserstand in der oberhalb gelegenen Schwentine und somit auch des Großen Eutiner Sees regele.

Oberste Prämisse der Planung sei die Einhaltung der bestehenden Wasserstände im Großen Eutiner See gewesen, betont Südel. Alle Seiten hoffen auf einen milden Winter, damit der Bau bis zum Start der Landesgartenschau am 28. April 2016 fertig ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen