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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 14:21 Uhr

Bauausschuss segnet die Mehrkosten ab

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sanierung Bahnhofsvorplatz bis obere Peterstraße wird 600 000 Euro teurer

Die Mitglieder des Bauausschusses machten es sich nicht leicht: Doch nach erneuter, langwieriger Debatte stimmten sie gestern Abend mehrheitlich für die insgesamt rund 600  000 Euro Mehrkosten für den Bereich vom Bahnhofsvorplatz bis zur oberen Peterstraße.

In einem Vorabgespräch mit Fraktionsvorsitzenden, Stadtplaner Philip Haggeney und Vertretern der Verwaltung und der Stadtwerke wurden am Dienstagabend noch offene Fragen geklärt. Die Ausschussmitglieder suchten dort vor allem händeringend nach Einsparmöglichkeiten. Einigkeit herrschte beim Weglassen des zusätzlichen Ausbaus der Bahnhofstraße vom Parkplatz bis zur Mündung Plöner Straße (rund 400  000 Euro). Laut Stadtwerke sind die Leitungen in dem Bereich erneuerungswürdig, da teilweise die Lebensdauer von rund 45 Jahren erreicht sei. Die Planer wollten die Chance für ein einheitliches Gesamtbild nutzen, die Stadtvertreter entschieden sich fürs Sparen.

Hitzige Diskussion gab es beim Ausbau der Straße Am Mühlenberg inklusive Treppe, die in die obere Peterstraße führen soll. Während sich die Grünen hier südländisches Flair mit verbesserter Aufenthaltsqualität am neu entstandenen Platz erhoffen (Monika Obieray), sehen die Freien Wähler die zusätzlichen Kosten von rund 200  000 Euro für den Nutzen nicht gerechtfertigt (Thomas Koebke). Auch Elfi-Jacqueline Meyer (FDP) meint: „Es gibt andere Highlights in Eutin, wo es sich lohnt, zu investieren.“ Denn nach dem ZOB-Umbau 2017, da herrschte Einigkeit, würde der Durchgang durch Pro Talis wegen der räumlichen Nähe eher genutzt als die Straße Am Mühlenberg. Den Eigenanteil der Stadt für die Treppe und den Ausbau von rund 100  000 Euro (Obieray), hielt die Mehrheit jedoch für vertretbar.

Keine Mehrheit fand dagegen der Antrag der SPD, die Mehrkosten von 600  000 Euro woanders in der Gesamtmaßnahme (Bahnhofsvorplatz bis Rosengarten) zu kompensieren. Matthias Rachfahl (CDU) bekräftigte: „Ich weiß nicht, ob es seriös ist, heute einem Antrag zuzustimmen, deren Realisierbarkeit theoretisch gar nicht klar ist.“ Bauamtsleiter Bernd Rubelt freute sich: „Es ist wirklich toll, wie intensiv sich die Mitglieder damit befasst haben. Der Wille, Qualität zu schaffen, ist da. Das merkt man.“

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erstellt am 11.Feb.2015 | 17:12 Uhr

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