Eutin : Bauarbeiten am Güterbahnhof kosten Parkplätze

Ein kleiner Schilderwald lässt erahnen, was passiert: Für den ZOB-Umbau muss Platz für die Ersatzhaltestellen geschaffen werden, deshalb wird ab Montag die alte Lkw-Rampe (Hintergrund) abgerissen. Die kostenlosen Parkplätze fallen vorerst weg.
Ein kleiner Schilderwald lässt erahnen, was passiert: Für den ZOB-Umbau muss Platz für die Ersatzhaltestellen geschaffen werden, deshalb wird ab Montag die alte Lkw-Rampe (Hintergrund) abgerissen. Die kostenlosen Parkplätze fallen vorerst weg.

Pendler müssen ab Montag für 14 Tage auf die kostenlosen zusätzlichen Parkflächen am Alten Güterbahnhof verzichten. Das ist nur ein Vorgeschmack für die ZOB-Umbauarbeiten ab Juni.

shz.de von
25. März 2017, 12:23 Uhr

Die zusätzlichen Parkplätze am alten Güterbahnhof fallen vorerst weg. Denn eine alte ungenutzte Lkw-Rampe soll ab Montag, 27. April, abgebrochen werden. Die Schilder, die das Parken im hinteren Bereich des ehemaligen Güterbahnhof seit mehr als einem Jahr erlauben, waren bereits gestern abgeschraubt. Stattdessen steht ein kleiner Schilderwald aus absolutem Parkverbot, Baustelle und Durchfahrt verboten außer für Busse und Baufahrzeuge. Nur die gut 20 Plätze von Holzlatten gerahmte Fläche vor dem Buswendekreis steht Pendlern am Güterbahnhof dann noch zur Verfügung.

Die Abbrucharbeiten sollen laut Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt etwa 14 Tage dauern und sind vorbereitende Maßnahmen für den geplanten Umbau des ZOB, der ab Mitte Juni beginnen kann, wenn beide Häuser an der Heinrich-Westphal-Straße unbewohnt sind, die ebenfalls abgerissen werden sollen (wir berichteten). Doch die von der Verwaltung geschätzten 40 zusätzlichen parkplätze fallen nicht nur für die Abbrucharbeiten, sondern auch für die gesamte Umbau-Zeit des ZOBs weg. Stein-Schmidt erklärt auf Nachfrage: „Die Haltestelle vor dem Bahnhof werden für die Zeit des Umbaus zum ehemaligen Güterbahnhof verlegt.“ Die zusätzlich entstandenen Plätze seien Ersatzflächen für den zur Landesgartenschau gesperrten Parkplatz am Schloss gewesen. Der stehe nun wieder zur Verfügung, betonte Stein-Schmidt.

Das Problem für Pendler: Nach der Landesgartenschau hatte die Verwaltung entschieden, die rund 90 Parkplätze am Schloss mit einer Zwei-Stunden-Regelung zu versehen. „Für uns fällt die Fläche damit weg“, hatten Pendler berichtet und Bürgermeister Carsten Behnk selbst angeschrieben, um zumindest einen Teil der Fläche wieder von der zeitlichen Begrenzung freizumachen. „Wenn da mal mehr als zehn oder 15 Autos mittags stehen, ist das viel“, hatten Arbeitnehmerinnen von außerhalb beobachtet (wir berichteten).

Ob sich die Stadt entschließt, im Zuge der länger andauernden Bauarbeiten am ZOB, für den Großteil der Parkplätze am Schloss die Parkschreiben-Regelung aufzuheben, konnte gestern nicht war gestern nicht abschließend zu klären.

Die Verwaltung verweist aber im Rahmen der am Montag beginnenden Bauarbeiten zum Ausweichen auf „die übrigen, kostenfreien Parkplätze rund um den Bahnhof oder den Festplatz mit einer Busanbindung von der Blauen Lehmkuhle“.


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