Amt Ostholstein-Mitte : Bauamt in die Schule? Amt diskutiert

Die künftige Unterbringung des Bauamtes des Amtes Ostholstein-Mitte stand diese Woche wieder auf der Tagesordnung des Amtsausschusses.

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09. März 2012, 11:56 Uhr

Schönwalde | Der Amtsausschuss hatte vergangenes Jahr beschlossen, das alte Amtsgebäude in Neustadt zu verkaufen und mit dem Erlös in Schönwalde anzubauen.

Bislang ist kein Käufer gefunden worden, berichtete der Leitende Verwaltungsbeamte Dirk Brunhöber dem Amtsausschuss diese Woche. In Kürze solle mit einem großen Schild direkt vor dem Haus für den Verkauf geworben werden.
Mitarbeiter wünschen schnelle Veränderung

Sierksdorfs stellvertretender Bürgermeister Volker Weidemann (CDU) stellte die Frage, ob es eine Lösung gebe, das Bauamt auch ohne Verkauf in Neustadt nach Schönwalde umziehen zu lassen. Die Mitarbeiter wünschten sich eine schnelle Veränderung.

Weidemann schlug vor, Möglichkeiten in der Schönwalder Schule zu prüfen, eine Idee, die Kasseedorfs Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Niels Schwarz (CDU) spontan zurückwies: "Da ist kein Platz mehr." Zudem halte er Schule und Verwaltung unter einem Dach für nicht kompatibel: Kinderlärm würde konzentriertes Arbeiten nicht zulassen.
Kein Raummangel in der Schule

Weidemann konterte mit dem Beispiel Bargteheide: Dort stehe das Verwaltungsgebäude zwischen Kindergarten und Schule. Schwarz gab weiter zu bedenken, dass auch bei einem Einzug des Bauamtes in die Schule Geld ausgegeben werden müsste: "Da sind umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich."

Regina Voß (SPD) vermutet dagegen, dass in der Schule kein Raummangel ist. Im Gegenteil, so die stellvertretende Bürgermeisterin von Kasseedorf: Angesichts der Entwicklung der Schülerzahlen sei es eine Frage der Zeit, bis es pro Jahrgang nur noch eine Klasse gebe. Gehe man von weiteren vier Klassen des Kastanienhofes aus, wären nur acht Klassenräume der Schule belegt. Und es bleibe fraglich, ob eine Grundschule Fachräume wie den Physikraum brauche. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wünsche sie sich ernsthafte Beratungen darüber, ob das Bauamt in der Schule unterkommen könnte. Dabei müssten auch die Betriebskosten für die Schule bedacht werden: Die ließen sich unabhängig von der Schülerzahl kaum reduzieren, ein Neubau würde zusätzliche Kosten verursachen.

Einen Beschluss fasste der Amtsausschuss nicht. Vernehmbar war aber die Absicht, noch einmal andere Möglichkeiten für das Bauamt als einen Neubau zu überlegen.

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