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Bataillonsappell im Zeichen des bevorstehenden Einsatzes in Afrika

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Farbe einiger Uniformen ließ den neuen Einsatzort bereits erahnen – gestern beim Bataillonsappell der Eutiner Aufklärer trug eine Reihe von Soldaten nicht mehr grün-braune Flecktarn-, sondern bereits sandfarbene Uniformen. Oberstleutnant Alexander Radü, Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“, verabschiedete die 29 Männer und Frauen in den Einsatz ins westafrikanische Mali. Die Eutiner Soldaten lösen dort im Rahmen eines UN-Mandats niederländische Truppen ab. „Die Aufstellung dieses Kontingents hat das gesamte Bataillon gefordert, teilweise an Grenzen geführt, aber nie darüber hinaus“, sagte Radü zu den Soldaten und Gästen des Appells.

Ein Großteil der 29 Soldaten, die gestern gegen 23 Uhr per Bus nach Köln und von dort per Flugzeug in den Einsatz nach Mali gestartet sind, stammt aus der 4. Kompanie. Nur wenige Stunden blieben diesen Bundeswehr-Angehörigen somit, um noch ihren neuen Chef kennen zu lernen – denn beim Bataillonsappell hat Radü die Führung dieser Kompanie an Hauptmann Mirko Holtz übergeben. Mit dem 33-jährigen Preetzer ist die Interims-Amtszeit von Hauptmann Jenia Rosentreter bei der „Drohnen-Kompanie“ nun zu Ende. Dieser hatte die Einheit vertretungsweise für knapp ein halbes Jahr geführt. Holtz werde in den kommenden fünf Monaten „phasenweise der einzige ,echte’ Kompaniechef hier vor Ort sein, weil die anderen entweder bereits im Einsatz sind oder durch mich mit nach Mali genommen werden“, gab ihm Radü mit auf den Weg. Denn das Bataillon ist nicht nur in Mali unterwegs: Teile der 1. und 3. Kompanie sind zurzeit im Kosovo, die Späher der 2. Kompanie im Norden von Afghanistan eingesetzt.

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erstellt am 12.Apr.2016 | 11:01 Uhr

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