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Bataillonsappell der Eutiner Aufklärer in Bad Schwartau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Nicht wie bisher üblich in Eutin, sondern in der neuen, zweiten Patenstadt des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ fand gestern der letzte Appell des Jahres statt. Damit sollte der „Etablierung der zusätzlichen Patenschaft des Verbandes mit Bad Schwartau“ Rechnung getragen werden, sagte Oberstleutnant Alexander Radü, Kommandeur der Eutiner Aufklärer, auf dem Marktplatz der Kurstadt.

Ziel des öffentlichen Appells in Bad Schwartau sei es, den Soldaten „die Solidarität und das Interesse unserer Bürger an Ihrer Tätigkeit zu vermitteln“, sagte Schwartaus Bürgermeister Gerd Schuberth. Mit diesem „Gefühl der uneingeschränkten Akzeptanz werden Sie dann in Ihre vielfältigen Einsätze gehen“. Schuberths Ausblick war damit die Überleitung zu Radüs Rede, in der der Kommandeur auf die kommenden Einsätze hinwies. „Bereits nächste Woche werden die ersten Soldaten in die Einsätze verlegen, die Allerersten in den Kosovo“, sagte Radü. Im Januar beginne die Verlegung der 1. und 3. Kompanie auf den Balkan. Die Spähtrupps der 2. Kompanie gehen hingegen nach Afghanistan.

Ebenfalls im Januar beginnt die Bereitschaftsphase der Aufklärungskompanie, „um im Falle eine Bundestagsmandats einsetzbar zu sein“, sagte Radü und ergänzte: „Uns allen ist bewusst, dass als Parlamentsarmee vor einem Einsatz ein politisches Mandat stehen muss. Daher kann ich weder meinen Soldaten, noch Ihnen, sehr verehrte Gäste, heute verbindlich mitteilen, wohin uns der mögliche Einsatz führen wird.“ Wenn die Entscheidung jedoch getroffen wird – zurzeit steht Gerüchten zufolge Mali an –, seien die Eutiner Aufklärer bereit, so Radü, der beim Bataillons-Appell nicht nur nach vorn, sondern auch zurückblickte. Es war ein Jahr, „das in der ersten Hälfte durch die Durchführung der Ausbildungswoche der Heeresaufklärungstruppe in Eutin bestimmt wurde“ sagte Radü. Die Ausbildungswoche sei „ein voller Erfolg“ gewesen, so der Oberstleutnant, der ebenfalls in seinem Resümee des Jahres 2015 auch auf die Beteiligung der Aufklärer beim Thema Flüchtlinge einging: Die Eutiner Soldaten „mussten innerhalb weniger Stunden in der Erstaufnahme-Einrichtung Horst in Mecklenburg-Vorpommern die Organisation der Einschleusung auf die Beine stellen, um pro Nacht bis zu 200 Personen dort die Einschleusung in das Deutsche Verfahrenssystem zu ermöglichen.“

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