Barrierefreiheit: Nachholbedarf an Kitas und Schulen

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02. Juli 2015, 11:03 Uhr

Die aktuelle Diskussion um Barrierefreiheit an der Schule Am Kleinen See veranlasste die Verwaltung, alle Schulen und Kindertagesstätten Eutins einmal unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis spiegelt, was in den Ausschüssen immer wieder betont wird – „da liegt noch eine Menge Arbeit vor uns“.

Keine Schule ist derzeit komplett barrierefrei. Die Johann-Heinrich-Voß-Schule, die den Einbau eines Fahrstuhls plant, wird derzeit insgesamt betrachtet, um die Barrierefreiheit „möglicherweise in mehreren Bauabschnitten“ umzusetzen, wie aus einer Verwaltungsvorlage hervorgeht. Beim Weber-Gymnasium ist der Neubau und das Hauptgebäude (Plöner Str. 15) barrierefrei, die Turnhalle nur bedingt. In der Albert-Mahlstedt-Schule sind nur die Gebäude der OGS und die Turnhalle sowie das Erdgeschoss (Bahnhofstr. 7a) barrierefrei zu erreichen. Gleiches gilt für den aktuellen Neubau der OGS in der Gustav-Peters-Schule.

In den Kindertagesstätten sieht es besser aus: Acht von elf Einrichtungen bekamen in der Auflistung der Verwaltung ein „barrierefrei“ attestiert. Viele davon jedoch ebenfalls nur mit Einschränkungen. So ist beispielsweise das Schneckenhaus nach dem Umbau und neuen Anbau als barrierefrei gekennzeichnet, doch das Behinderten-WC ist kleiner als vorgeschrieben, ebenso ist die WC-Tür zu schmal für Rollstuhlfahrer. Ähnlich sieht es bei den Kinners op’n Barg sowie der Kita am Kamp aus – Barrierefreiheit ist attestiert, das Kleingedruckte verrät jedoch, dass Umbaumaßnahmen erfolgen müssten, sollte ein Kind mit körperlichen Einschränkungen aufgenommen werden.

Die Kinderinsel arbeitet seit Jahren inklusiv, ist deshalb komplett barrierefrei; ebenso die Neubauten (Waldorf-Kita und Sonnenredder), da bei neuen Bauvorhaben die Barrierefreiheit umgesetzt werden muss.




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