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"Streckenertüchtigung" : Bahn in einer Stunde von Lübeck nach Kiel

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Die Bahn will die Fahrtzeit zwischen Kiel und Lübeck verkürzen. Ab 2017 soll die Zugfahrt zwischen beiden Städten zehn Minuten schneller werden.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 05:49 Uhr

Eutin | Nicht im US-futuristischen Raketentempo, aber binnen einer Stunde und damit mindestens zehn Minuten schneller als bisher sollen Bahnreisende ab Dezember 2016 von Lübeck nach Kiel gelangen. Das bestätigte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis dem OHA. Der notwendige Ausbau der Bahnstrecke soll 2015 beginnen.
Bisher dauern Fahrten zwischen den beiden größten Städten in Schleswig-Holstein planmäßig entweder 69 Minuten mit dem Regionalexpress, der nicht überall hält, oder 87 Minuten mit der Regionalbahn, die an jeder Station an der Strecke stoppt. "Der zweite Bauabschnitt der Streckenertüchtigung Kiel-Lübeck hat das Ziel, eine Fahrzeitreduzierung auf unter einer Stunde zu realisieren", sagte Meyer-Lovis. Damit werde es für die Fahrgäste in Kiel und Lübeck bessere Anschlüsse an den Fernverkehr geben.
Angestrebt wird dies bereits lange. Den Startschuss für die konkrete Planung gab im Jahr 2000 der damalige Vorstand der Deutsche Bahn Netz AG, Thilo Sarrazin, im Eutiner Bahnhof. Sarrazin ist längst mit anderen Themen beschäftigt, die Bahn aber ist eisern in der Spur. Eine Reihe von Vorarbeiten für schnellere Zugfahrten auf der Strecke ist bereits erledigt, auf dem Papier sind weitere Maßnahmen schon skizziert.
Meyer-Lovis dazu: "Die erforderlichen Fahrzeitreduzierungen werden durch Ertüchtigungsmaßnahmen am Oberbau, dem Bahnkörper, den Bahnübergängen, den Eisenbahnbrücken sowie durch Anpassungs- und Ergänzungsmaßnahmen an der Leit- und Sicherungstechnik, in den Abschnitten Kiel-Preetz, Ascheberg-Plön und Plön-Eutin erreicht." Unter der Voraussetzung, dass die notwendigen Genehmigungen erteilt und die Arbeiten termingerecht ausgeführt werden, "könnte derzeit von einer Inbetriebnahme zum Fahrplanjahr 2017 ausgegangen werden".
Schnellere Verbindungen könnten dazu führen, dass sich die in Kiel und Lübeck startenden Züge künftig nicht mehr in Eutin, sondern in Bad Malente-Gremsmühlen treffen. Das wiederum hätte Auswirkungen auf die Busfahrpläne in der Region. Theoretisch sei die Zugkreuzung in Malente denkbar, praktisch aber sei das noch nicht geplant, so der Bahnsprecher. In jedem Fall sollten die betroffenen Gemeinden rechtzeitig informiert werden.

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