Eutin : Bahn frei für die Sohlgleite

Die Stadt ist bereit, dem Wasser- und Bodenverband Schwentine die Flächen, die für den Bau einer Sohlgleite bei Neumühle erforderlich sind, zur Verfügung zu stellen.

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18. Oktober 2011, 12:43 Uhr

eutin | Mit diesem Beschluss, den die Stadtvertreter im Bauausschuss einstimmig fassten, kann der Verband jetzt die Planung für das rund 400 000 Euro teure Vorhaben konkretisieren.

Nach den bisherigen Überlegungen soll die Schwentine bei Neumühle, wo sie seit Jahrzehnten zur Energiegewinnung gestaut wird, entsprechend der europäischen Wasserrahmenrichtlinie bis 2015 für Fische wieder durchgängig werden. Dazu soll für den Fluss im Bereich Fissau eine 140 Meter lange Sohlgeleite eingerichtet werden, mit der auch die Einsatzstelle für Wasserwanderer verbessert werden soll. Der Bootsverleih Keusen, der zuletzt in die Planungen für diesen Teil des Vorhabens eingebunden war, zeigte sich im Ausschuss sehr einverstanden mit dem Konzept.

Allerdings hatte der Wasser- und Bodenverband zuletzt fast schon die Lust verloren, das Projekt zu realisieren. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz berichtete, dass die monatelangen Diskussionen in den städtischen Gremien für die Verbandsspitze "unerträglich" geworden seien; es habe einige Mühe gekostet, den Vorsteher wieder für die Fortsetzung der Pläne zu gewinnen.

Wie berichtet, hatten FWE und Grüne zu den Planungen viele Anregungen beigesteuert, darunter den Wunsch einer Wasserkraftnutzung. Das aber lehnte der Verband ab, weil dies an der Stelle nicht wirtschaftlich zu machen sei. Sollte die Stadt aber auf Wasserkraftnutzung bestehen, ziehe er sich zurück, hieß es vom Verband. Das wollte der Bauausschuss nicht: "Der Verband kann ohne Auflagen planen", sagte Ausschussvorsitzender Benno Orlick.

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