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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 05:35 Uhr

Bahn bohrt 84 Löcher zur Erkundung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vorbereitung zum Neubau der Fehmarnsundquerung

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 13:09 Uhr

 

Mit welchem Untergrund müssen die Ingenieure planen? Das ist für die Vorplanungen einer neuen Fehmarnsundquerung aktuell die Frage. „Daher starten im März die Untersuchungen des Bodens am und im Fehmarnsund“, teilte die Deutsche Bahn AG mit. Insgesamt seien 84 Bohrungen geplant. Fachleute würden 24 Bohrungen an der Küste des Festlands und 47 entlang der Inselküste vornehmen. Weitere 13 Bohrungen würden von Bohrplattformen aus im Sund vorgenommen.

Die Bohrungen an Land sollen nach Angaben der Bahn in den nächsten Tagen starten und nach aktuellen Planungen bis zum Mai beendet sein. Die Arbeiten im Wasser starteten Ende März und würden voraussichtlich im Juni dieses Jahres abgeschlossen. Es handele sich um Bohrungen mit einer Tiefe zwischen 20 und 80 Metern und einem Bohrdurchmesser zwischen 200 und 320 Millimetern.

Im Vorfeld der Arbeiten habe die Deutsche Bahn beim Umweltministerium in Kiel die Bohrungen beantragt, teilte das Unternehmen mit. Unter Beteiligung der betroffenen Träger öffentlicher Belange und der Naturschutzverbände seien Maßnahmen vereinbart worden, die im Rahmen der Bohrungen für den Umwelt- und Naturschutz umgesetzt werden sollten. So würden die Arbeiten von einem ökologischen Bauüberwacher begleitet. Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Vergrämungsmaßnahmen für Vögel und Schutzzäune für Amphibien würden umgesetzt. Auch dem Wunsch nach einem Ansprechpartner während der Bohrungszeit werde die Deutsche Bahn nachkommen.

Sollten Bohrungen auf Privatgrundstücken notwendig sein, würden Betretungserlaubnisse von den Eigentümern eingeholt, erklärte die Bahn. Zudem würden die Eigentümer durch die beauftragte Bohrfirma umfassend über die Arbeiten informiert.

Die Bahn sei gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) vom Bundesverkehrsministerium beauftragt worden, mögliche Varianten einer neuen Fehmarnsundquerung zu untersuchen. Die Planungen seien notwendig, da die bestehende Sundbrücke für die erwarteten Schienengüterverkehre nicht ausgelegt sei. Mehr zum Gesamtprojekt findet sich im Internet unter www.anbindung-fbq.de.

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