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Bergung erst im Sommer : Bagger im Moor bei Böbs versunken

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Ein 14-Tonnen-Bagger ist beim Ausheben eines Grabens auf dem weichen Untergrund eingesunken. Ein erster Bergungsversuch ist gescheitert.

Böbs | Es sieht aus wie Thors Hammer, der da aus dem Moor bei Böbs im Kreis Ostholstein ragt. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass dort ein Bagger in einem vier Meter tiefen Schlammloch versunken ist. Es mutet etwas an wie ein verzweifelter Hilferuf des 14-Tonners, der dort im Nebel verhallt. Der Arm mit der leicht verrosteten Schaufel ist in die Höhe gereckt, doch den Kampf gegen den tiefen Morast hat er verloren. Es wird keine Hilfe kommen.

Denn voraussichtlich kann der Bagger erst im Sommer gerettet werden. „Durch die Unzugänglichkeit des Geländes ist es bei den zur Zeit noch sehr hohen Wasserständen unmöglich mit schwerem Bergungsgerät den Bagger zu erreichen und zu bergen,“ sagt Anja Sierks-Pfaff von der Pressestelle des Landkreises Ostholstein. Ein zweiter Bagger unternahm einen ersten Rettungsversuch, musste diesen aber abrechen. Es war kein herankommen an die versunkene Maschine möglich, in der sich noch Diesel befindet. Daher sei die Unfallstelle mit Schlauchsperren vorbeugend abgesichert worden. „Die Möglichkeiten der Bergung sind bei gesunkenen Wasserständen - das kann einige Monate dauern - erneut zu betrachten.“ Die Unfallstelle werde bis dahin vom Kreis überwacht.

Ein Baggerfahrer hatte im Moor zwischen Böbs und Schwinkenrade einen Graben ausheben wollen. Doch der weiche Untergrund konnte den schweren Bagger nicht tragen. Die 14 Tonnen waren zu viel.

Erst 2013 war im Kreis Rendsburg-Eckernförde im Königsmoor ein Bagger im Schlamm versunken. In Christiansholm wurde der Bagger mit dem Spitznamen „Oma“ nach drei Wochen aus der misslichen Lage befreit. Im aktuellen Fall wird es vermutlich etwas länger dauern. Luft anhalten!

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erstellt am 06.Feb.2015 | 16:12 Uhr

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