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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 01:32 Uhr

Griebel : Bäume sind im Weg

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Einwohnerversammlung in Griebel: Lindenallee ist Bürgern ein Dorn im Auge.

von
erstellt am 28.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Die 18 Linden in der Ortsdurchfahrt von Griebel waren, als sie vor etwa dreißig Jahren gepflanzt wurden, zur Verkehrsberuhigung gedacht. Heute sehen viele Griebeler in ihnen eher eine Verkehrsbehinderung: Die Bäume sollten lieber heute als morgen verschwinden, hieß es in der Einwohnerversammlung.

Der Grund des Ärgernisses: Die Bäume sind gewachsen, drücken mit ihren Wurzeln das Pflaster hoch und bilden Fußangeln. Dagegen wurde zwar schon im Wurzelbereich das Betonpflaster entfernt und Granulat aufgebracht. Das reicht den Griebelern jedoch nicht. An einigen Stellen sei der Abstand zwischen Stamm und den Einfriedungen der Grundstücke inzwischen so gering, dass Kinderwagen nicht mehr vernünftig passieren können. Fußgänger seien gezwungen, auf die gefährliche Straße auszuweichen.

Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) berichtete, dassdie Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises den befestigten Gehstreifen für zu schmal halte, um ihn offiziell als Fußweg einzustufen. Zwar werde eingeräumt, dass man in weiteren fünf Jahren echte Probleme mit den Bäumen bekommen werde. Dennoch sei die Allee unbedingt erhaltenswert. Sie habe aber das Angebot erhalten, so Voß weiter, nach Vorlage einer Prioritätenliste über die Entfernung der am meisten störenden Linden reden zu können. Eine pro Jahr könne dann abgesägt werden.

Diese Aussicht reichte den Bürgern nicht. Sie forderten eine schnelle Lösung. Die Straße müsse letzten Endes ohne Bäume auskommen. Mirko Strunge (SPD) forderte, die Gemeinde solle den formellen Antrag auf Fällung der Linden stellen. Auf einen Ablehungsbescheid der UNB müsse man dann notfalls mit Klage reagieren. Die Anwohner kündigten eine Unterschriftensammlung an.




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