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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 03:48 Uhr

Süsel : Bäderstraße: Gemeinde hat nachgegeben

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Streit um Baumängel mit Kompromiss beigelegt

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 11:41 Uhr

Keine Kompromisse. Mit dieser Maxime wollte die Gemeindevertretung den Streit über Mängel am ersten Bauabschnitt der Bäderstraße durchstehen. Doch dann hat die Gemeinde beigegeben und ein Angebot der Firma akzeptiert, bestätigte gestern Bürgermeister Holger Reinholdt (Freie Wähler Süsel) dem OHA.

Der Kompromiss sieht so aus: Die ungeliebte Mittelnaht wurde in dieser Woche mit einem Hitzerverfahren geschlossen. Außerdem gibt die Firma einen Preisnachlass. Der könnte, wie der
Bürgermeister schätzt, bei 50 000 Euro liegen. Das wird sich auch auf die Höhe der Beiträge auswirken, die von den Anliegern bezahlt werden müssen.

Der Kompromiss sei in nicht öffentlicher Sitzung
akzeptiert worden. Reinholdt macht keinen Hehl daraus, dass er lieber auf einer neuen Decke ohne Mittelnaht beharrt hätte: „Ich bin nicht begeistert, dass wir es so machen. Jetzt haben wir eine neue Straße, die schon geflickt aussieht.“

Zur Vorgeschichte: 2012 war ein 1000 Meter langes Stück der Bäderstraße zwischen Süseler Baum und Einmündung Neustädter Straße ausgebaut worden. Da die Deckschicht aus einer mangelhaften Asphaltmischung bestand, wurde sie im Oktober 2013 abgefräst und durch eine neue ersetzt. Das Ergebnis löste bei den Gemeindevertretern Entsetzen aus: Entgegen den Vorstellungen der Gemeinde wurde die Deckschicht nicht über die ganze Breite, sondern in zwei Bahnen eingebaut. So entstand eine Mittelnaht, in die Wasser eindringen könnte, dann sind Frostschäden programmiert. Außerdem wurden acht Quernähte, zwei Lunken (Dellen, in denen sich Wasser sammelt) und unzulässig helle Flecken im Asphalt bemängelt. Die Firma hatte angeboten, die Mittelnaht nachzuarbeiten und für Flecken im Asphalt knapp 11 500 Euro vom Rechnungsbetrag abzuziehen.

Obwohl eine Mehrheit in der Gemeindevertretung bis zum Äußersten gehen wollte, fand sich doch eine Mehrheit für einen Kompromiss. Die Firma hatte ihrerseits Bereitschaft bekundet, es auf ein Gerichtsverfahren ankommen zu lassen.

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