Bäderstraße: Die Naht muss weg und die Bäume müssen bleiben

Avatar_shz von
01. März 2014, 17:26 Uhr

Der Ausbau der Bäderstraße steht heute, 3. März, erneut auf der Tagesordnung des Planungsausschusses, der ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt. Dabei geht es zunächst um die Beseitigung der Mängel des ersten Bauabschnitts. Dabei sollte aus Sicht der Verwaltung ein Vorschlag der für die Mängelbeseitigung verantwortlichen Schweriner Firma angenommen werden, wie der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist. Die Firma hat vorgeschlagen, die nicht korrekt ausgeführte Naht in der Mitte der Straße mit einem speziellen Verfahren zu erneuern. Dabei werden die Nahtbereiche per Infrarot erhitzt, so dass ein nahtloser Anschluss entsteht.

Diese Sanierung würde rund 20 000 Euro kosten. Die Kosten für eine komplette Deckensanierung belaufen sich dagegen auf 100 000 Euro. Für den Fall, dass die Gemeinde auf einer kompletten Sanierung bestehen würde, hat die Firma angekündigt den Klageweg zu beschreiten.

Im Oktober 2013 hatte das Unternehmen die mangelhafte Asphaltdeckschicht im ersten Bauabschnitt herausgefräst und neu eingebaut. Dabei sei der Asphalteinbau entgegen jeglicher Absprache halbseitig vorgenommen worden, heißt es in der Vorlage. Im Bereich der dadurch entstandenen Naht seien Mängel festgestellt worden, die nun beseitigt werden sollten.

Bei der Vorstellung des rund 900 000 Euro teuren zweiten Bauabschnitts der Bäderstraße, der voraussichtlich im Juli oder August in Angriff genommen werden soll, war die Forderung lautgeworden, bestimmte Bäume zu fällen. Hierzu liegt nun eine erste Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) vor. Demnach stößt das Ansinnen, die prägenden Bäume auf Höhe der Bäckerei und der ehemaligen Schule zu fällen, beim Kreis auf „völliges Unverständnis“. Bäume dieser Größe seien für das gesamte Ortsbild prägend und erhaltenswert. Anders sieht es für die Eiche vor dem Ehrenmal aus. Für diesen Baum hat die UNB eine Fällgenehmigung in Aussicht gestellt, da der Baum ohnehin abgängig sei. Bedingung ist die Pflanzung eines neuen Baums auf dem Gelände. Noch keine Rückmeldung gab es für einen Baum vor dem Haus mit der Nummer 45a.

Weiteres Thema des Ausschusses ist die geplante die Errichtung eines Betriebsgebäudes im Außenbereich westlich der Bujendorfer Landstraße und nördlich des Sondergebiets „Abfall, Bauschutt, Recycling“. Nach einem Gespräch mit der Landesplanung stuft die Verwaltung das Vorhaben der Firma Beckerbau als „nicht genehmigungsfähig“ ein. Jetzt hat die Verwaltung der Firma empfohlen, eine Bauvoranfrage zu stellen, um prüfen zu lassen, ob ein Betriebsgebäude innerhalb des Bebauungsplans Nr. 31 möglich ist.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen