Süssau in Ostholstein : Badeunfall? Große Suchaktion nach einem Schwimmer

<p>Die groß angelegten Suchaktion wurde nach mehr als drei Stunden abgebrochen. </p>

Die groß angelegten Suchaktion wurde nach mehr als drei Stunden abgebrochen.

Kinder hatten von einem Schwimmer berichtet, der plötzlich untergegangen sei. Großaufgebot von Rettungskräften suchten bis weit in die Nacht hinein.

shz.de von
18. Juli 2018, 11:53 Uhr

Süsel | Großeinsatz am Dienstagabend am Strand von Süssau im Kreis Ostholstein. Auf der Höhe der Seebrücke hatten zwei Mädchen einen Schwimmer gesehen, der plötzlich untergangen war. Nach einen groß angelegten Suchaktion mit Booten und dem Seenotrettungskreuzer Bremen aus Großenbrode wurde die Suchaktion nach 3,5 Stunden ergebnislos abgebrochen.

Überall waren Lichtkegel von Taschenlampen und Scheinwerfern zu sehen. Zu Fuß am Strand suchten Einsatzkräfte von der Feuerwehr nach der vermissten Person. Im Wasser kamen Rettungsboote der Feuerwehr und der DGzRS zum Einsatz. „Am Dienstagabend sollen zwei Kinder einen Schwimmer in der Ostsee gesehen haben, der kurze Zeit später untergangenen sein soll“, berichtet Einsatzleiter Dennis Hopp von der Feuerwehr. Da die Dunkelheit immer mehr zum Problem wurde, alarmierten die Einsatzkräfte weitere Spezialeinheiten von der Feuerwehr aus Eutin und zusätzlich die Tauchergruppe der Johanniter. Bis zu dem Zeitpunkt gab es bei der Polizei keine Vermisstenmeldung. Lediglich ein Handtuch hatten die Einsatzkräfte in der Nähe vom Suchgebiet gefunden.

Tauchter gaben vorerst Entwarnung

Als die Spezialkräfte eintrafen, wurde das Einsatzgebiet von zwei Booten mit Sonarsystemen systematisch durchsucht. Die DGzRS hatte keine Strömung festgestellt und grenzte das Suchgebiet somit ein. Immer wieder waren die beiden Boote in einem vorgegebenen Rhythmus auf dem Wasser zu sehen. Dann wurde es noch mal hektisch. „Die Einsatzkräfte haben einen Schatten durch das Sonarsystem wahrgenommen und die Taucher sollten nun schauen, ob sich dort die vermisste Person befindet“, erklärt Hopp.

Die Einsatzkräfte der Johanniter schnallten sich ihre Taucherausrüstung auf den Rücken und wurden zum Fundort gebracht. Doch schnell gab es Entwarnung: Blinder Alarm. Es war nicht der Schwimmer. Nach Absprache mit der DGzRS und der Feuerwehr wurde der Einsatz dann gegen 1.30 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ergebnislos abgebrochen.

Keine Vermisstenmeldung – alleinstehende Person?

„Die Spezialeinheiten haben das Suchgebiet zweimal abgefahren und nichts gefunden“, so Hopp. Laut Feuerwehr kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine alleinstehende Person handelt, die in der dortigen Ferienanlage untergebracht ist und es deshalb noch keine Vermisstenanzeige gab. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

Im Einsatz waren rund 40 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Spezialeinheiten. Es bleibt abzuwarten ob es am Mittwochvormittag eine weitere Suchaktion geben wird.

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