Ostholstein : Badeunfälle halten Retter weiter in Atem

Die DLRG hatte rote Flaggen gehisst, die Warnung nahmen gestern zu wenige nicht ernst.
Die DLRG hatte rote Flaggen gehisst, die Warnung nahmen gestern zu wenige ernst.

Ein 62-Jähriger Urlauber aus Ostfriesland stirbt in der Ostsee vor Timmendorfer Strand. In Benz wird ein Vater und sein Sohn von einem Poliztisten gerettet.

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21. Juli 2014, 16:34 Uhr

Die Serie von Badeunfällen reißt nicht ab: In der Ostsee vor Timmendorfer Strand gerieten gestern mehrere Badegäste in Lebensgefahr. Kurz nach 11 Uhr wurden zwei Mädchen (10/14) aus dem Wasser gerettet. Die beiden Urlauberkinder wurden ärztlich versorgt; eines vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Gegen 14.50 Uhr rettete ein am Strand anwesender Arzt einen 62-jährigen Urlauber aus Ostfriesland aus dem Wasser und reanimierte an Land umgehend den Mann. Dennoch konnten er und die heraneilenden Rettungskräfte dem Urlauber nicht mehr helfen – er verstarb. Seine Ehefrau und sein Sohn werden seelsorgerisch betreut. Am späten Nachmittag musste die DLRG einen 29-Jährigen aus dem Wasser bergen. Auch er wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Gemeinde und die Polizei hatte gestern wiederholt vor dem Baden gewarnt, so Polizeisprecher Stefan Muhtz. Die Gemeinde hatte an der Wasserkante Hinweisschilder aufgestellt, Beamte der Polizeistation Timmendorfer Strand warnten per Lautsprecher, die DLRG hatte rote Flaggen gehisst.

Bereits am Sonntag hat ein Polizeibeamter bei einem Familienausflug einen Mann und dessen kleinen Sohn im Benzer See vor dem Ertrinken gerettet. Der Polizist ergriff den Mann und das sich an den Vater klammernde Kind und zog beide aus dem Wasser. Der Polizeibeamte, der am Sonntag mit seinen eigenen Kindern zum Schwimmen an den Benzer See gekommen war,  hatte beobachtet, wie ein Mann plötzlich im Wasser zu versinken drohte. Der kleine Junge, der Schwimmflügel trug, klammerte sich an seinen Vater und rief laut um Hilfe. Der 45 Jahre alte Polizist habe die Notlage sofort erkannt und Vater und Sohn aus dem Wasser gezogen, berichtete die Polizei gestern. Eine zufällig anwesende Ärztin leistete Erste Hilfe, bis Rettungskräfte den Verunglückten in ein Krankenhaus brachten.

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