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Erlebnis-Gastronomie in Bosau: : Backschule hat ihre Öfen geöffnet

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im Bosauer Gasthaus „Zum Frohsinn“ ist eine Erlebnisgastronomie entstanden / Backkurse mit Bäcker- und Konditorenmeistern

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erstellt am 18.Apr.2014 | 12:25 Uhr

Kochschulen schießen wie Pilze aus dem Boden. Doch jetzt gibt es auch eine Backschule. Damit entwickelt sich der kleine Ort Bosau am Großen Plöner See zu einem kleinen Backparadies. Das durch engagierte Bosauer ins Leben gerufene Backhaus an der Dunkerschen Kate bekommt jetzt Zuwachs durch eine Backschule. Die ist in mühevoller Arbeit im Gasthaus „Zum Frohsinn“ bei der Familie Reimers entstanden.

„Die Geschichte des Backens in Bosau begann bereits vor über 100 Jahren“, freute sich Susanne Reimers über die neue Backschule. Ihr Urgroßvater Rudolf Braasch hatte eine Bäckerei im heutigen Café „Achter de Mur“ betrieben. Doch das war ihm schnell zu klein geworden und er kaufte 1910 das Gasthaus „Zum Frohsinn“.

Auch die beiden Nachfolger aus der Familie, Hugo und Willi Braasch, lebten das Bäckerhandwerk in Bosau weiter. Die historische Backstube im hinteren Bereich der gemütlichen Gastwirtschaft wurde mit Holz befeuert und präsentiert sich heute mit Stand von 1930. „Lediglich 1960 ist mal ein neuer Ölbrenner eingebaut worden, der den Bäckern aber auch damals schon wieder um die Ohren geflogen ist“, lachte Susanne Reimers, Tochter des vor zehn Jahren verstorbenen Willi Braasch. Heute heizt ein so genannter Konvektomat die Öfen.

Bis in die 80er Jahre wurde das Backhaus genutzt und noch heute fragen Gäste im Gasthaus „Zum Frohsinn“ nach den leckeren „Kieler Brötchen“ von Willi Braasch nach. Leider ist das Rezept nicht mehr auffindbar, bedauert Susanne Reimers.

Im Laufe der Jahre war aus dem Backhaus eine Abstellkammer geworden und die Familie Reimers stand vor der Frage: Abriss oder Investition? Die Ideen für eine Belebung des Backhauses waren überall auf Begeisterung gestoßen und so wurden die Architekten mit finanzieller Hilfe der Aktiv Region über 75 000 Euro beauftragt.

Anmeldungen zu Backkursen können unter Tel. 04527/269, Fax 04527/1703 oder per E-Mail info@back schule-bosau.de vorgenommen werden. Es stehen für jeden Kursus zwölf Plätze zur Verfügung.

Weitere Kurse sind in Planung. Dabei geht es unter anderem um das Backen von Gebäck oder das Erstellen von Pralinen. „Gefragt sind kreative Ideen“, weiß Susanne Reimers. Es seien auch bereits kleine Bürogemeinschaften dort gewesen, um gemeinschaftlich zu Backen und danach im Gasthaus zu essen. „Auf jeden Fall findet auch eine Zusammenarbeit mit dem Backhaus an der Dunkerschen Kate statt“, schloss Susanne Reimers Konkurrenzdenken aus.

Die Bosauer Backschule ist nicht nur zur Belebung der eigenen „Frohsinn“-Gastronomie gedacht, sondern auch für Urlaubsgäste als eine Art Schlecht-Wetter-Programm. „Damit Urlauber auch in Bosau an Regentagen bleiben können“, sagte Susanne Reimers. Alle Back-Schüler backen unter fachlicher Anleitung eines Bäcker- und Konditormeisters. Die Öffnungszeiten sind individuell geregelt.


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