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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 22:04 Uhr

B-Plan für Stendorf mit Konfliktpotential

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Heftige Debatte um Bauleitplanung im Bauausschuss der Gemeinde Kasseedorf

von
erstellt am 21.Mai.2014 | 11:07 Uhr

Das Wort „Geschmäckle“ fiel mehrfach am Dienstagabend im Bauausschuss der Gemeinde Kasseedorf, als lebhaft über einen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan (B-Plan) 7 diskutiert wurde. Der soll das Gut Stendorf baurechtlich zu einem allgemeinen Wohngebiet machen. Aber das könnte Auswirkungen auf das benachbarte Asphaltmischwerk haben.

Seit 1999 gibt es in der Gemeinde das im B-Plan 7 formulierte Ziel. Dienstag wollte die SPD-Fraktion den Punkt von der Tagesordnung nehmen. Begründung: Es liege ein Schallgutachten für den B-Plan 14 des benachbarten Asphaltmischwerkes vor. Das nenne nächtliche Emissionen von 41 Dezibel – ein Dezibel zu viel für ein allgemeines Wohngebiet.

Bereits hier intervenierten zahlreich anwesende Stendorfer Anwohner. Erfolgreich: Sieben der acht Ausschussmitglieder stimmten dafür, den Tagesordnungspunkt zu behandeln, nachdem es in einer Sitzungsunterbrechung eine Aussprache mit den Zuhörern gab.

Schon in der Diskussion um die Tagesordnung kritisierten CDU und WUB das Vorgehen von Verwaltung und Bürgermeisterin Regina Voß (SPD). Martin Boesmann (CDU) nannte die Entwicklungen um die beiden konkurrierenden B-Pläne „völlig nebulös“. Falk Herzog (WUB) stellte später die Frage, warum die aktuellen Informationen über das Schallgutachten sowie ein Schreiben vom 8. Mai erst einen Tag vor der Sitzung CDU und WUB erreicht hätten.

Harsche Kritik gab es auch daran, dass weder Planer Andeas Nagel eingeladen, noch Bauamtsleiterin Gesa Timmermann anwesend war. Aus dem Kreis der Anwohner wurde mehrfach vom „Geschmäckle“ gesprochen, wenn ein ausgereifter B-Plan-Entwurf mit Rücksicht auf einen potenten Nachbarn und wegen vorgeschobener ungeklärter Fragen nicht beschlossen werde.

Am Ende kam es zu keinem Beschluss des Ausschusses, der gemäß Gemeindeordnung ohne Beschluss der
Gemeindevertretung gegolten hätte. Nach einem 4:4-Patt zwischen SPD und CDU/WUB soll der B-Plan nun doch in der Gemeindevertretung behandelt werden. Termin ist am 24. Juni.

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