B-Plan für Halle durchgewinkt

Die kleine Markierung „privat“ hat möglicherweise große Folgen: Unternehmer Olaf Blanck versteht nicht, weshalb, die Stadt erst sagt, sie habe kein Erwerbsinteresse und dann den Geltungsbereich für den B-Plan zur Sporthalle mitten durch sein Grundstück (28/28) zieht.
Die kleine Markierung „privat“ hat möglicherweise große Folgen: Unternehmer Olaf Blanck versteht nicht, weshalb, die Stadt erst sagt, sie habe kein Erwerbsinteresse und dann den Geltungsbereich für den B-Plan zur Sporthalle mitten durch sein Grundstück (28/28) zieht.

Stadtvertretung beschließt B-Plan / Unternehmer prüft Klage / Baubeginn ist laut Stadt für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant

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08. Dezember 2017, 11:00 Uhr

Der Wille, die Sporthalle am ehemaligen Güterbahnhof zu bauen, scheint von CDU, Grünen und FDP ungebrochen. Sowohl der B-Plan 130
als auch die Verlängerung der Veränderungssperre für das Grundstück am ehemaligen Güterbahnhof wurde ohne große Diskussion am Mittwochabend bei der Stadtvertretung mit 14 Ja-Stimmen durchgewinkt. Der Bauantrag soll nach Auskunft der Stadt noch in diesem Jahr gestellt, mit dem Bau der Halle in der zweiten Jahreshälfte 2018 begonnen werden.

Dabei hatte Olaf Blanck, der betroffene Eutiner Unternehmer und Eigentümer eines direkt angrenzenden Grundstückes, in der Einwohnerfragestunde darum gebeten, die Entscheidung zu vertagen. Blanck sieht sein Grundstück als entwertet an, weil die Stadt darauf eine Grünfläche festgesetzt hat (wir berichteten), um den Sporthallenbau realisieren zu können. Erst nachdem er nach der letzten Ausschusssitzung öffentlich machte, dass bisherige Gesprächsversuche mit dem Bürgermeister unbeantwortet blieben und er als letztmöglichen Weg den der Klage beschreiten wolle, sei das Gesprächsangebot von Bürgermeister Carsten Behnk gekommen – kurzfristig vor der Stadtvertretung. „Ich war beruflich verhindert, das konnte ich leider nicht wahrnehmen“, sagte Blanck. Nun soll es in der kommenden Woche ein Gespräch mit Behnk geben. Aus Sicht des Privatmannes dürfte nicht mehr viel zu klären sein, denn die Stadtvertretung hat mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen den B-Plan in seiner
für den Hallenbau notwendigen Form beschlossen.

„Es ist frustrierend“, sagte Blanck. Er hatte nach dem Ausschuss die Fraktionsvorsitzenden in einem Schreiben über seine Anregungen und Einwände informiert, die er im Verfahren nicht berücksichtigt sah (wir berichteten). Auch auf die fehlende Berücksichtigung des Bodengutachtens von 2014 hatte Blanck verwiesen. Auch die FWE hatte angemahnt: „Das Gutachten wurde für eine viel leichtere Halle, die nicht in den Boden eingegraben wird, gemacht. Schon da gab es Bedenken.“ Außerdem schätzte er die Tragschicht als zu gering, den Grundwasserstand als sehr hoch ein. Wenn die Statik für die geplante Halle vorliege, liege auch das Problem mit dem Untergrund auf dem Tisch.

Die Aussage des Bauamtes, wonach auf Blancks erworbener Fläche keine drei Häuschen gepasst hätten, belächelt Blanck: „Ich hätte das doch nicht gekauft, wenn ich die Idee nicht gehabt hätte, wie es funktioniert.“ Blanck will sich nun mit seinem Anwalt über das weitere Vorgehen abstimmen. Und was den Umgang mit dem Bürger betreffe, wolle er den Petitionsausschuss in Kiel informieren.

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