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Ausstellung über den Holocaust in Schleswig-Holstein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 15.Apr.2014 | 15:25 Uhr

Zerstörte Gotteshäuser, geplünderte Geschäfte und zerschlagenen Fensterscheiben, mit Scherben übersäte Straßen gaben dem schrecklichen Geschehen den Namen: Reichskristallnacht, ein Begriff, der bis heute – auch international – genutzt wird. Am 9. November 1938, vor wenig mehr als 75 Jahren, sollte jüdisches Leben in Deutschland in einer Pogromnacht ausgelöscht werden. Auch in Schleswig-Holstein.

Was damals in Schleswig-Holstein geschah, wird nun in einer Sonderausstellung in der Gedenkstätte Ahrensbök gezeigt. Die Historikerin Ingaburgh Klatt, Vorsitzende des Trägervereins Gedenkstätte Ahrensbök, wird zur Eröffnung am Sonnabend, 26. April, um 15 Uhr in die Ausstellung einführen. Die Ausstellung ist bis zum 25. Mai in der Gedenkstätte Ahrensbök zu sehen und wird von einem abwechslungsreichen Programm begleitet.

Erzählt werden viele Einzelbeispiele: Wie das Geschäft einer Kieler Hutmacherin zerstört wurde. Wie Eltern ihre Kinder auf so genannte Kindertransporten nach England schickten. Wie die Rendsburger Synagoge als Fischräucherei entweiht wurde. Einigen jüdischen Familien gelang die Emigration nach Südamerika, Schanghai oder in die USA, sofern sie Einreisedokumente erhielten. Viele Schleswig-Holsteiner jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft aber wurden deportiert, interniert und ermordet.

Die Gedenkstätte ist jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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