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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 16:27 Uhr

Ausschuss zerredet Gesamtkonzept

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hitzige Debatten im Bauausschuss über die Entwürfe zur Innenstadt

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2016 | 11:09 Uhr

Selbst die Vorsitzende Monika Obieray (Grüne) beurteilte die gestern Abend geführte Diskussionen im Bauausschuss um die weitere Gestaltung der Innenstadt als „peinlich“ und „nicht mehr normal“. „Wozu machen wir Stadtentwicklung eigentlich, wenn wir alles zerfasern? Da sind der Entwurf und unser Gesamtkonzept doch nur noch Makulatur“, kritisierte Obieray.

Es wurde alles in Frage gestellt, was teilweise sogar schon beschlossen ist: Sollen Bäume, Lampen, Fahrradbügel in der Peterstraße auf der Seite von LMK zusammenstehen oder doch lieber Bäume getrennt von den Lampen? Sollen aus Kostengründen nicht doch die alten Katzenköpfe nur neu verfugt werden, um Barrierefreiheit zu erreichen? „Unser Pflaster ist doch noch gut“, meinte Jackie Meyer von der FDP. Wird das Natursteinpflaster in der Peterstraße auf Höhe des Durchganges unterbrochen, um eine kleine Platzsituation zu schaffen und ein besonderes Augenmerk durch Gestaltung am Boden auf den Durchgang zum Segenhörn und Stadtgraben zu erzeugen? Zur Erinnerung: Der Stadtentwicklungsausschuss hatte Mittwochabend in seiner Sitzung um eine wahrnehmbare Pflasterung als bessere Anbindung von Durchgängen und Twieten gebeten. Der Bauausschuss entschied sich gestern mehrheitlich gegen die Unterbrechung im Natursteinpflaster, forderte aber die Pflasterung wie im Plan aus den Durchgängen in die Fußwege der Peterstraße zu ziehen. Allerdings hochkant. Den Hinweis der Verwaltung– „das wird aber teurer“ – hat keinen umgestimmt.

Ergebnis: Lampen und Bäume bleiben in der Peterstraße auf einer Seite. Das alte Pflaster wird nicht einfach verfugt, sondern wie geplant komplett in seiner Oberfläche samt Unterbau erneuert – gegen Proteste der FWE. Richtig zerredet wurde das Rahmenkonzept des Marktplatzes mit seinen Klinkern, Pflaster, Bäumen und Ehrenmal. Selbst Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz mischte sich ein: „Wenn es in Ausschüssen zu unterschiedlichen Entscheidungen kommt, muss es in die Stadtvertretung.“ Seite 3

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