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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 21:37 Uhr

Ausschuss will Container vermeiden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Trotz Dringlichkeit des Raumproblems der OGS am Kleinen See soll eine Anbaulösung geprüft werden

Viele Themen besprochen, aber fast keine Entscheidungen gefällt: Auf diesen Nenner lässt sich die jüngste Sitzung des städtischen Sozialauschusses am Dienstagabend im Rathaus bringen. Zu den wenigen Beschlüssen gehörte das einstimmig erteilte Ja zu einem Zuschuss für das Bluesfestival und die Blues-Challenge im nächsten Jahr.

Dabei wurde dem Antrag des Vereines Baltic Blues entsprochen, die Fördersumme um 2000 auf 22 000 Euro zu erhöhen. Vereinskassenwart Helge Nickel erläuterte den erhöhten Zuschussbedarf mit der Bitte der Stadt, den Wettbewerb Blues-Challenge nicht mehr an einem Abend im Brauhaus, sondern über drei Tage hinweg als Freiluftveranstaltung auf dem Markt zu organisieren. Dadurch gingen zwar Eintrittsgelder verloren, sagte Nickel, müssten aber höhere Kosten für Bühne, Beleuchtung und Tontechnik kalkuliert werden.

Fest steht auch, dass die Challenge nicht mehr im Herbst, sondern vom 3. bis 5. Juli stattfinden soll. Nickel räumte auf Nachfrage des Bürgermeisters Klaus-Dieter Schulz ein, dass er zwar mit Wirtschaftsvereinigung und den Festspielen gesprochen habe, die Händler aber über eine Verlegung des Wochenmarktes noch nicht informiert seien. Mit denen müsse so schnell wie möglich gesprochen werden, mahnte Schulz.

Gesprächs- und Erläuterungsbedarf sah der Ausschuss bei allen weiteren Zuschussanträgen. Verschoben wurden damit Entscheidungen über den Zuschuss für die Oper (105 000 Euro statt bislang 70 000), für die Kirchengemeinde (4000 Euro für eine Oratoriumsaufführung und 1000 für die Internationalen Orgelwochen), die Familienbildungsstätte (22 800 Euro, in den Vorjahren 19 000) und den Verein „Dach überm Kopf (eine neue Küche).

Nicht angenommen wurde der Vorschlag des Rathauses, das drängende Raumproblem der Offenen Ganztagsschule (OGS) für die 5. und 6. Klassen an der Schule am Kleinen See durch einen 130 Quadratmeter großen und 195 000 Euro teuren Container zu lösen. Das war auch die Empfehlung einer Arbeitsgruppe, die sich mit möglichen Lösungen beschäftigt hatte.

Statt einem Container solle die Verwaltung recherchieren, wie viel ein Anbau kosten und wie lange seine Realisierung dauern würde, formulierte Katja Behrends die Haltung der SPD, die von der FWE und den Grünen geteilt wurde. Die CDU will angesichts der Dringlichkeit für die betroffenen Schüler einer Containerlösung zustimmen, für die auch Rektor Sven Ulmer warb: „Die Container sehen heute nicht mehr so aus wie früher.“ Daraufhin empfahl der Vorsitzende Hanjo Iwanowitsch (SPD) den Mitgliedern des Ausschusses: „Vielleicht sollten wir uns auch mal moderne Container angucken.“

Infomationen zur Sicherung des Weges, den Schüler zwischen den Klassenräumen und der am Bahnhof geplanten Turnhalle zurücklegen müsssen, nahm der Ausschuss zur Kenntnis und formulierte eine Bitte an den Mobilitätsausschuss, ein Radwegmodell zu entwickeln. Auf Fragen, die am 28. Oktober im Ausschuss formuliert worden waren, hatte der Kreis geantwortet, dass eine Tempo-30-Zone in der Elisabethstraße nicht zulässig sei, wohl aber eine zeitlich befristetes Tempolimit zum Beispiel zu Schulzeiten (zum Beispiel montags bis freitags jeweils von 7 bis 14 Uhr). Es gebe auch die Möglichkeit, Schwerlastverkehr umzuleiten, das wäre aber mit einer sehr umfangreichen Beschilderung an der Umgehungsstraße verbunden. Und ein Fahrradstreifen an der Elisabethstraße sei möglich.

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erstellt am 12.Nov.2014 | 14:04 Uhr

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