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Ausschuss vertagt Entscheidung – und riskiert Treppenbaustelle zur LGS

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Es wird richtig knapp – und aus Sicht des Planers ist es längst zu spät, um noch pünktlich bis zur LGS-Eröffnung im April fertig zu werden: Die Rede ist von der viel diskutierten Treppenanlage, die von der oberen Peterstraße zur Straße Am Mühlenberg führen soll.

Seit Monaten ist diese Treppe Thema im Bauausschuss. Es gab sogar einen Ortstermin – nur die Entscheidungen fehlen, um in der Planung voran zu kommen. Gestern zeigte RMP-Planer Philipp Haggeney drei Varianten, wie mit dem erst kurzfristig aufgetauchten Problem des sensiblen Telekom-Schachtes an Stelle der geplanten durchgehenden Treppe umgegangen werden kann, denn dieser darf nicht überbaut werden (wir berichteten). In einer vergangenen Bauausschusssitzung schlugen die Mitglieder mehrheitlich eine einem Amphitheater ähnliche Treppe vor – geschwungen um den Schacht herum. Je nach verwendeten Materialien kostet diese Variante laut Haggeney zwischen rund 157  500 Euro (Sichtbeton) und 196  815 Euro (Granit). Variante zwei – die Treppe führt schmal rechtsseitig am Schacht vorbei und wird erst im oberen Bereich weitläufig – kostet rund 50  000 Euro weniger. Treppengegnern spielte Variante drei zu: „Wir lassen die Treppe ganz weg, bepflanzen den Hang und stützen ihn mit einer Sichtbetonwand ab (75  000 Euro)“, so Haggeney.

Trotz detaillierter Vorstellung konnte sich der Ausschuss gestern nicht zu einem Beschluss durchringen, teilte stattdessen die Entscheidung auf zwei Sitzungen auf. Gestern Abend entschieden die Mitglieder mehrheitlich, dass sie für die von ihnen präferierte geschwungene Variante sind und erst beim nächsten Mal wollen sie sich über das Material unterhalten.

Beim Planer löste das Kopfschütteln aus: „Um noch rechtzeitig fertig zu werden, hätte die Entscheidung bereits bei der letzten Sitzung getroffen werden müssen“, so Haggeney. Sein Hinweis nach dem Beschluss („Dann kommt beim nächsten Mal auch die Hochrechnung, bis wann die Treppe fertig sein könnte.“) wurde von den Mitgliedern offensichtlich nicht bemerkt. Dabei rechnete Haggeney vor: „Die Betonwerke haben um die Weihnachtszeit geschlossen, Sichtbeton hat eine Lieferzeit von zehn bis zwölf Wochen, Granit aus China mit Glück acht bis zehn, nur Klinker dauert in der Herstellung etwas länger.“ Dabei sei allerdings die Werksplanung für die Fertigung sowie das etwa einmonatige Setzen vor Ort noch nicht einkalkuliert. Die nächste Bauausschusssitzung ist erst im Januar – knapp vier Monate vor der geplanten LGS-Eröffnungsfeier.

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