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Ausschuss stimmt gegen Wasserspiel und Brunnen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2016 | 04:12 Uhr

Es sollte in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung gestern Abend nur um das Ob gehen – nicht um das Wie. Das Wie liege in der Entscheidungskompetenz des Bauausschusses, da war sich die Mehrheit der Mitglieder einig. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Anbindung der Twieten, das Ehrenmal und ein vom Planer angedachtes Wasserspiel anstatt des Brunnens. Und natürlich ging es dabei auch um das Wie – und das Warum.

Die Entscheidungen vorab – (fast) alles bleibt beim Alten: Das Ehrenmal wird nicht verschoben; der Brunnen bleibt nicht erhalten und die Wasserspiele sind nicht gewollt – CDU, SPD, FDP und FWE (neun Stimmen) stimmten dafür, die Grünen wollten alle Veränderung wagen. Die Empfehlung des Ausschusses für die Anbindung der Twieten war einstimmig: „Es soll eine wahrnehmbare Pflasterung im Bereich der Twieten geben.“

Für Christiane Balzer (Grüne) stellte sich in der Diskussion zur Abstimmung die Frage: „Warum machen wir überhaupt Stadtentwicklung?“ Alle Fraktionen, ausgenommen die Freien Wähler, haben sich für diesen Entwurf entschieden, so Balzer. „Warum, wenn Sie nichts davon umsetzen wollen?“, fragte sie. Sascha Clasen (CDU) wollte den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen: „Es hieß immer, wir können uns für Teile daraus entscheiden, eine Gesamtverpflichtung gebe es nicht. Und das machen wir.“ Balzer konterte: „Da bleibt ja nicht mehr viel übrig, wenn die CDU die Treppe nicht will, das veränderte Ehrenmal nicht, das Wasserspiel nicht und die Bäume auch nicht. Am Ende sagen Sie noch, dass wir nur ein neues Pflaster brauchen und das ist dann Stadtentwicklung für die nächsten 20 Jahre.“ Letzteres galt Heinz Lange (FWE), der in der kostenintensiven Maßnahme keinen Nutzen sah, nur die Fugen am Marktplatz für die bessere Begehbarkeit plan machen wollte. Der Bauausschuss entscheidet heute über die Art der Gestaltung. Kommt es zu widersprüchlichen Entscheidungen, hat die Stadtvertretung das letzte Wort.

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