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Malente : Ausschuss legt Mini-Kreisel zu den Akten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Planungsausschuss rückt von seiner bisherigen Idee ab. Grund sind Bedenken des Landesbetriebes für Straßenbau.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 14:36 Uhr

Eigentlich sollte das Straßendreieck zwischen Hindenburgallee, Eutiner Straße und Frahmsallee zu einem Mini-Kreisel umgebaut werden. So hatte es die Gemeinde bereits im Jahr 2007 beschlossen. Doch nun ist der Planungsausschuss von dieser Variante wieder abgerückt. Damit folgte der Ausschuss einer Empfehlung, die der Lübecker Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Mitte April im Ausschuss gegeben hatte.

Die Behörde ist mit den Planungen für einen Neubau der Schwentine-Brücke in der Hindenburgallee unmittelbar vor der Kreuzung befasst. Wie die Brücke genau aussehen wird, hängt jedoch auch von der künftigen Gestaltung des Straßendreiecks ab. Und da machte der Landesbetrieb Bedenken geltend (wir berichteten). Wegen des geringen Platzes werde es dazu kommen, dass große Fahrzeuge über das gepflasterte Auge des Kreisels führen – und das erzeuge Lärm.

Lediglich Heino Anders stemmte sich für die SPD gegen das Ende der Kreisel-Planung. Das Lärm-Argument sei unzutreffend, kritisierte er. „Die Fahrzeuge fahren langsam an den Kreisel ran, dann gibt es nur wenig Lärm.“ Zuvor hatte er zahlreiche Vorteile von Kreiseln aufgezählt, etwa weniger Unfälle und weniger Wartezeiten.

Die CDU sei zwar grundsätzlich ebenfalls für einen Kreisel, doch in diesem Fall folge man dem Landesbetrieb, erklärte Gudrun Förster. „Sie müssen es bezahlen, dann sollen sie es auch so haben.“ Rückenwind bekam sie von Bauamtsmitarbeiter Karlheinz Spindler: Er berichtete von vier Kreiseln, die mittlerweile aus Lärmschutzgründen hätten zurückgebaut werden müssen. Auf solchen Lärm reagierten die Anwohner empfindlich: „Wir haben ständig Anrufe wegen abgesackter Gullydeckel.“

Jan Krützfeld (Freie Wähler Malente) assistierte: „Wir können die Erfahrungen des Straßenbauamts Lübeck nicht einfach ignorieren.“ Und auch Peter Sauvant (Grüne) argumentierte gegen einen Kreisel: „Es gibt auch beim Land wirtschaftliche Grenzen.“ Und es gebe auch bauliche Grenzen: Der Kreisel in Malente wäre noch einmal deutlich kleiner als der Kreisel in der Riemannstraße vor der Schwimmhalle in Eutin, sagte Sauvant.

Favorisiert wird nun eine Variante, bei der Eutiner Straße und Frahmsallee zur Hauptverkehrsstraße würden und der Verkehr auf der Hindenburgallee wartepflichtig wäre. Bis die Planung umgesetzt wird, dürfte allerdings noch viel Wasser die Schwentine herunterfließen. Der Landesbetrieb hatte als frühesten Baubeginn für die Brücke Anfang 2016 genannt.

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