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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 06:51 Uhr

Ausflug zur Handball-EM

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Drei Handballerinnen der HSG Holsteinische Schweiz haben in Polen die Vorrunde vor Ort genossen

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 13:54 Uhr

Mit Siegen gegen Schweden und Slowenien sowie einer Niederlage gegen Spanien hat die Deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen die Vorrunde bestanden und ist in die Hauptrunde eingezogen. Drei Handballspielerinnen der HSG Holsteinische Schweiz waren bei allen Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft dabei. Julia Gelhardt berichtet über ihre kleine Handball-
Reise.

„In der schönen Innenstadt von Breslau ist von Handball wenig zu merken“, erzählt Gelhardt, die mit ihren Freundinnen Britta Preuß und Iris Behnke unterwegs war. Fahnen, Public-Viewing oder erhöhtes Polizeiaufkommen bemerkte sie nicht. Die Angst vor Terroranschlägen sei ebenso wenig vorhanden gewesen wie erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Manch ein Einheimischer wunderte sich gar, warum die Damen Trikots trugen. Handball-EM? Vorrundenspiele in Breslau? Das war nicht jedem bekannt.

„Das Eröffnungsspiel haben wir fast alleine in einer Pizzeria gesehen“, sagt Gelhardt, die auch in den darauffolgenden Tagen viele Spiele anderer Vorrundengruppen in Kneipen sah. Dazu komme, dass die Stadt an dem besagten Wochenende parallel eine Kulturveranstaltung beheimatete, sodass zwar viele Bühnen und Leinwände, aber zunächst nirgendwo irgendetwas zur Handball-EM zu sehen war.

Erst danach konnten die Sport-Touristinnen auch mehr von den Fahnen und Werbungen zur Handball-EM entdecken – und auch die ersten Fans anderer Nationen. „Wir sahen viele schwedische Fans, die eine tolle Stimmung verbreiteten und sich als überaus kommunikativ präsentierten“, schwärmt Gelhardt. „In der Halle waren alle Nationalitäten beieinander“, beschreibt sie ein „fröhliches Handballfest“. Auch ein kurzer Bier-Engpass am ersten Spieltag konnte überwunden werden. „Die Schweden haben alles leer getrunken“, sagt sie lachend. „Leider haben die deutschen Fans, wenn sie nicht die Fan-Reise über den DHB gebucht haben, teilweise sehr zerstreut in der Halle gesessen“, kritisiert sie.

Vor den Spielen waren die handballbegeisterten Frauen rechtzeitig an der etwas außerhalb liegenden Halle. „Dort gab es eine kleine Fanzone in einem beheizten Zelt, mit Getränken, Schmink-Aktionen und allerlei Angebote zum Thema Handball.“ Außerdem würde dort für all die, die sich keine Karten kaufen wollten, ein Public-Viewing stattfinden. Ausverkauft sei das Turnier nicht gewesen. Sowohl auf dem Schwarzmarkt als auch am Schalter hätte man Tickets erwerben können.

Als die Holstein-Spielerinnen nach den Spielen nachts durch die Stadt gingen, hätten sie immer wieder Spieler verschiedenster Nationen gesehen. „Wir haben nach dem letzten Vorrundenspiel zum Beispiel fast die komplette spanische Nationalmannschaft getroffen“, sagt Gelhardt. „Vor dem Mannschaftshotel, in dem alle vier Mannschaften der deutschen Gruppe untergebracht waren, konnte man die Spieler auch mal vor oder nach dem Training antreffen und ein Autogramm ergattern.“ Nach dem zweiten Spieltag lernten sie dann sogar den DHB-Präsidenten kennen, mit dem sie über die Schwierigkeiten der kleinen Vereine debattierten.

„Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Reise ein tolles Fest war und Handballfans aller Nationen prima miteinander feiern können. In der Straßenbahn haben wir nach der Niederlage gegen Spanien sogar gemeinsam Eviva Espana gesungen“, schwärmt C-Jugend-Trainerin Gelhardt von dem EM-Trip.

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