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Pläne In Süsel : Ausbau der Bäderstraße, Teil zwei

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

950 Meter Ortsdurchfahrt sollen in Süsel für maximal 900 000 Euro saniert und umgestaltet werden. Eine Anliegerversammlung ist im Februar geplant.

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erstellt am 15.Jan.2014 | 04:00 Uhr

Die Pläne zum Ausbau der zweiten Hälfte der Süseler Bäderstraße nehmen Formen an: Der Planungs- und Umweltausschuss hat Montagabend einstimmig im Rathaus beschlossen, den am 27. November 2013 beschlossenen Ausbau eines 950 Meter langen Abschnitts weiter voranzutreiben. Den Anwohnern, die an Kosten in Höhe von rund 900 000 Euro beteiligt werden, soll am
17. Februar die Gelegenheit gegeben werden, über Details des Ausbaus zu diskutieren.

Interesse daran besteht. Das wurde bei der Ausschuss-Sitzung deutlich, in der der Platz für Zuhörer knapp wurde. Diplom-Ingenieur Thomas Prager vom Eutiner Büro Höger und Partner erläuterte die Eckdaten des geplanten Ausbaus von der Einmündung der Neustädter Straße bis zum Ortsschild Richtung Stawedder: Die Fahrbahnbreite der ehemaligen Bundesstraße 76 soll im Schnitt auf sechs Meter reduziert und beidseitig von jeweils 1,5 Meter breiten Gehwegen flankiert werden.

Die beiden Busbuchten sollen verschwinden, die Busse künftig auf der Fahrbahn halten und so zu einer Verkehrsberuhigung und Kostenreduzierung beitragen.

Zu den Unwägbarkeiten bei der Kostenermittlung zählt noch, wie Prager sagte, der Unterbau der Asphaltdeckschicht: Bohrungen im Abstand von 100 Metern
sollen noch zeigen, wo der Asphaltunterbau so gut ist, dass er nicht erneuert werden muss.

Eingehende Diskussionen erzeugte ein absehbares Nadelör in Höhe der alten Schule: Vier Bäume werden dort, wenn es bei einer Gehwegbreite von 1,5 Metern bleibt, die Fahrbahn auf 4,8 Meter verengen. Einige Besucherstimmen äußerten Bedenken, dass es bei Fahrzeugbegegnungen zu gefährlichen Situationen kommen könne, und regten an, zugunsten einer größeren Fahrbahnbreite auf einer Seite den Gehweg zu schmälern.

Unter diese Diskussion setzten Dirk Maas (SPD) und Adrianus Boonekamp (CDU) einen Schlussstrich: Maas berichtete von älteren Süselerinnen, denen der neue Gehsteig auf dem ausgebauten ersten Bauabschnitt zu eng erscheine. Und Bonnekamp stellte fest; „Hier sind jetzt die Lkw- und Autofahrer zu Wort gekommen. Ich denke mal an die Kinder mit Laufrad: Die brauchen einen 1,5 Meter breiten Gehweg.“

Die Ausbaupläne und Kostenschätzungen sollen bis zur Anliegerversammlung konkretisiert werden. Ausschuss-Vorsitzender Klaus Berger (SPD) unterstrich
die Vorgabe der Gemeindevertretung, dass die Obergrenze der Gesamtkosten bei 900 000 Euro liegen soll.

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