Aus „Vielerley“ wird „Eutiner Feierey“

Auf und rund um den Schlossplatz wird die „Eutiner Feierey“ im September stattfinden. Jörg Schumacher (v. l.), Michael Schmidt und Per Köster freuen sich drauf.
Auf und rund um den Schlossplatz wird die „Eutiner Feierey“ im September stattfinden. Jörg Schumacher (v. l.), Michael Schmidt und Per Köster freuen sich drauf.

Eintrittsfrei für alle, lautete die Botschaft des Veranstalters von „Vielerley Feierey“. Denn das Fest zeigt sich in diesem Jahr aufgrund zahlreicher Baustellen in neuem Gewand unter „Eutiner Feierey“. Am 12. und 13. September können Freunde der Neuzeit und des Barocks am Schlossplatz feiern.

shz.de von
17. Juli 2015, 12:44 Uhr

Die gute Nachricht aus Sicht des Veranstalters Per Köster zuerst: „Wir haben zwar in diesem Jahr nur ein Drittel der Fläche von ‚Vielerley Feierey‘ zur Verfügung aber wir dritteln nicht das Programm. Im Gegenteil, es wird am 12. und 13. September richtig eng werden.“

Der Unterschied zu den historischen Festen, bei denen Schlosspark, Schlossplatz und Parkplatz am Schloss auch bespielt wurden, soll aber schon im Namen betont werden. „Aus ‚Vielerley Feierey‘ wird in diesem Jahr die ‚Eutiner Feierey‘“, sagt Köster. Der Grund für das Schrumpfen der Fläche sind die zahlreichen Baustellen im Rahmen der Stadtsanierung und Landesgartenschau. Köster: „Wir freuen uns natürlich auf die neugestalteten Flächen in 2017 für das Fest, aber in diesem Jahr müssen wir aus Platzgründen auf das komplette frühmittelalterliche Lager verzichten“. Stattdessen werde der Fokus auf die Neuzeit und den Barock, bei den beliebten Modenschauen auf das 19. und 20. Jahrhundert gelegt. Auf zahlreiche Barockspiele, den Markt mit Holzspielzeug, Schmuck, Lederwaren oder Tongeschirr müssen Besucher ebenfalls nicht verzichten. Köster: „Dank der Unterstützung der Sparkasse Holstein, der Sparkassen-Kulturstiftung und der Sparkassen-Stiftungen Ostholstein können alle Mitmachaktionen wieder umsonst angeboten werden.“ Auch der Eintritt ist wieder frei. Jörg Schumacher, Vorstand der Sparkassen-Stiftungen Ostholstein: „Es lag uns sehr am Herzen, dass wirklich alle daran teilhaben können.“ Zuerst habe er seine Zweifel gehabt, das Fest auf so beengtem Raum überhaupt stattfinden zu lassen. Aber: „Die Alternative wäre gewesen, dass wir erst wieder 2017 etwas hätten veranstalten können und das ist bei dem Namen, den wir uns mittlerweile mit der Veranstaltung gemacht haben, zu riskant, die Menschen so lange darauf warten zu lassen“, sagte Schumacher. Der Kompromiss sei ausgesprochen gut.

Läuft alles wie geplant, werden am 12. und 13. September insgesamt rund 15  000 Besucher erwartet, die nach jetziger Planung rund 100 Akteure verschiedenster Gruppen geboten bekommen.

Zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn wird acht Grundschulklassen aus Eutin und Süsel wieder ein außerschulisches Bildungsprogramm geboten. Köster: „Dort wird ein Fachmann zeigen, wie Bücher früher entstanden, gefalzt und vergoldet wurden. Anschließend erkunden die Kinder die Schätze in der Landesbibliothek.“ Rund 200 Kinder haben sich bisher dazu angemeldet. Die Besucher des Festes können dem Experten für Buchdruck im Schlossinnenhof ebenfalls am Veranstaltungswochenende über die Schulter schauen.

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