Aufklärungsbataillons 6 in Eutin: : Aus Kurzreise werden drei Monate

Bataillonskommandeur Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck (links) wird seine Aufgaben für ein Vierteljahr an Christoph von Freymann übergeben müssen.
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Bataillonskommandeur Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck (links) wird seine Aufgaben für ein Vierteljahr an Christoph von Freymann übergeben müssen.

Kommandeur Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck muss kurzfristig zu einem Einsatz in das Kosovo

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04. Juni 2014, 13:02 Uhr

„Eigentlich wollte ich nur kurz im Kosovo unsere Feldnachrichtenkräfte besuchen. Jetzt wird die Reise etwas länger dauern“, sagt Oberstleutnant Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck. In Anlehnung an die Volksweisheit „Unverhofft kommt oft“ muss der Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6 kurzfristig zu einem Auslandseinsatz nach Pristina. Anfang Juli soll er für drei Monate auf den Balkan verlegen, wo er zuletzt 1999 im Einsatz war.

Prinz zu Waldeck macht keinen Hehl daraus, dass er auf diesen Auftrag gerne verzichtet hätte. Das Bataillon, das in den vergangenen zehn Jahren fünf Mal in Afghanistan war, müsse sich zurzeit zwar nicht auf einen großen Auslandseinsatz vorbereiten. Aber es warte eine Fülle an Aufgaben.

Aktuell richten sich die Blicke der Aufklärer auf eine Informationslehrschau des Heeres und der Streitkräftebasis im Oktober in Munster. Diese Veranstaltung werde bei der Vorbereitung, bei der Probe und bei einer insgesamt über sechs Tage gehenden Leistungsschau bis zu 230 Soldaten des Bataillons binden.

Die Leitung der Vorbereitungen wird jetzt der stellvertretende Kommandeur, Major Christoph von Freymann, übernehmen, der darin allerdings Routine hat: Von Freymann war schon Chef, als Prinz zu Waldecks Vorgänger Richard von Stetten fast sieben Monate am Hindukusch diente.

Verpassen wird Oberstleutnant Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck nicht nur die Vorbereitungen auf die Lehrschau, sondern auch ein Biwak, das im August mit Gästen gefeiert wird. Und ins Kosovo begleiten wird ihn der Groll, dass die dringenden Sanierungsarbeiten in der Kaserne immer noch nicht begonnen haben.

„Ich bin echt unzufrieden mit dieser Entwicklung“, betont der Kommandeur, „nach dem aktuellen Stand sollen die Arbeiten im Dezember losgehen.“ Die Tatsache, dass die ehemaligen Unterkunftsblöcke der 4. und der 1. Kompanie leer stünden und auf Sanierung warteten, schaffe drastischen Raummangel. „Ich könnte, wenn es erforderlich wäre, alle Soldaten des Batailons nicht in der Kaserne unterbringen.“

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