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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 08:01 Uhr

Aus Kitas werden Familienzentren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Erster Weiterbildungsdurchgang im Osterberg-Institut abgeschlossen

von
erstellt am 12.Mär.2015 | 17:50 Uhr

Frank Reiser ist einer der ersten von zwölf, der die Bescheinigung für die erfolgreiche Teilnahme an der Zusatzqualifikation „Kindertagesstätten auf dem Weg zum Kinder- und Familienzentrum“ im Osterberg-Institut in den Händen hält. Der Leiter einer Kindertagesstätte in Kiel sieht die Sache so: „Eine gute Kita arbeitet heute auch familienorientiert. Grundsätzlich geht es um eine Frage der Haltung: Wie gehen wir mit Eltern um oder mit Fragen im Stadtteil“. Er sei froh, dass diese Qualifizierung und die Weiterentwicklung der Kindertagesstätten zu Familienzentren durch die finanzielle Förderung seitens des Sozialministeriums möglich sind: „Das sind notwendige Prozesse. Jeder Euro, der hier investiert wird, lohnt sich.“

Was Kinder- und Familienzentren von klassischen Kindertagesstätten unterscheidet, ist die ganzheitliche Sichtweise: Die gesamte Familie des Kindes und die Lebensbedingungen im sozialen Umfeld rücken in den Blickpunkt. Gleichzeitig geht es darum, weniger bei den Defiziten, sondern vielmehr bei den Ressourcen anzusetzen. Ziel sind Kooperationen im Stadtteil, aber auch konkrete Veränderungen in den Einrichtungen selbst.

In insgesamt sieben Modulen an 15 Fortbildungstagen hatten sich die Teilnehmer der Weiterbildung mit Themen wie Sozialraumanalyse und Bedarfserhebung, Konzepte der Zusammenarbeit mit Eltern, oder der Leitung von multiprofessionellen Teams auseinander gesetzt.

Um nicht nur ein Strohfeuer zu entfachen, sondern nachhaltige Veränderungen zu initiieren, ist die Qualifizierung auf den Zeitraum von zwei Jahren angelegt. „So kann man in der Praxis erproben, was man gelernt hat, und im nächsten Modul die Erfahrungen reflektieren, erklärt Katarina Weiher, Leiterin des Osterberg-Instituts.


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