Aus Kita soll Tagespflege werden

Der ehemalige Kindergarten wird für die Pflegeeinrichtung weichen. Die Kirche will verpachten.
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Der ehemalige Kindergarten wird für die Pflegeeinrichtung weichen. Die Kirche will verpachten.

Diakonie-Sozialstation will Einrichtung mit 17 Plätzen am Ebereschenweg errichten / Eröffnung für 2020 geplant / Stadt ist für Projekt

shz.de von
12. Juni 2018, 00:23 Uhr

Der gelbe Papierkran an der Eingangstür des einstigen Kita-Gebäudes ist eines der letzten sichtbaren Überbleibsel des evangelischen Kindergartens am Hochkamp. Seit dem Umzug in den Neubau am Bischof-Wilhelm-Kieckbusch-Gang stehen die Häuser am Ebereschenweg leer.

Die Diakonie-Sozialstation, die in Malente bereits seit Jahren eine Tagespflege für Senioren betreibt, plant in Eutin auf dem ehemaligen Kita-Gelände am Ebereschenweg den Bau einer Tagespflegeeinrichtung mit 17 Plätzen. Die Bauvoranfrage laufe. „Die Stadt hat die Anfrage des Vorhabenträgers positiv beschieden. Jetzt liegt es beim Kreis, das ist die zuständige Genehmigungsbehörde“, sagte Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt auf Nachfrage.

Wird die Kirche das Grundstück im Wohngebiet Hochkamp verkaufen? „Wir freuen uns sehr, dass die Kirchengemeinde Eutin uns das Grundstück für den Bau dieser Einrichtung verpachten wird“, sagte Heike Steinbach, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstationen im Kirchenkreis Eutin gGmbH. Es wäre die erste Tagespflege in Eutin und das in einer Gegend, in der neben Familien auch viele Ältere wohnen.

Ziel der Tagespflege-Einrichtungen sei es, älteren Menschen möglichst lange das Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Außerdem biete eine solche Einrichtung für Angehörige die Chance, Beruf und Pflege unter einen Hut zu bringen, sagte Steinbach. Viele Angehörige seien darüber hinaus selbst hochbetagt und können die notwendige Pflege und Betreuung tagsüber nicht selbst erbringen.

„Die Tagespflegeeinrichtung in Eutin wird mit 17 Plätzen für alle Menschen mit Pflegebedarf von Montag bis Freitag offen sein, wobei es natürlich genauso wie in unserer Einrichtung in Malente spezielle Angebote, Gruppen- und Einzelbetreuung für dementiell erkrankte Menschen geben wird“, sagte Steinbach. Besonders schön sei, dass auf dem geschützten Grundstück viel Platz für den Aufenthalt im Garten ist. Wo derzeit noch eine alte Holzlok steht, Schaukel und Kletterstangen durch das hohe Gras erkennbar sind, sollen auch spezielle Angebote, wie ein Kräutergarten und eine kleine Werkstatt eingerichtet werden.

Es soll auf dem Gelände eine moderne Einrichtung entstehen, in der sich auch jüngere Pflegebedürftige wohlfühlen können. Ein Fahrdienst wird, wie auch schon in der Einrichtung in Malente, die Menschen von zuhause abholen und auch wieder dahin zurück bringen.
„Derzeit warten wir auf den positiven Bescheid der Bauvoranfrage. Die Planungsgespräche mit dem Architekten laufen bereits. Danach kann im Frühjahr 2019 abgerissen und gebaut werden“, teilt Steinbach mit. Läuft alles, wie geplant, könne die Tagespflegeeinrichtung der Diakonie-Stationen dann Anfang 2020 am Ebereschenweg eröffnet werden.

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