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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 03:35 Uhr

Plön : Aus „Hundeklo“ wird Prachtfläche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Apothekergarten vor dem Kreismuseum offiziell eröffnet. Fertigstellung nach nur fünf Wochen Bauzeit und etwa 250 Arbeitsstunden.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 18:00 Uhr

„Hier ist ein Anziehungspunkt für alle Plöner entstanden, ein echter Blickfang für die ganze Stadt.“ Mit diesen Worten übergab Raimund Paugstadt, erster Vorsitzender der „Initiative Schönes Plön“ (ISP), die neu gestaltete Fläche vor dem Kreismuseum gestern Vormittag in einem feierlichen Akt seiner Bestimmung. Der komplett in ehrenamtlicher Arbeit entstandene, so genannte „Apothekergarten“ beheimatet von nun an auf 115 Quadratmetern Fläche etwa 350 Pflanzenarten aus 94 verschiedenen Spezies.

„Es ist erstaunlich. Bei diesem Projekt haben tatsächlich alle Beteiligten an einem Strang gezogen. Der Kreis, die Stadt, das Kreismuseum, die Apotheken, sowie natürlich vor allem die vielen fleißigen Helfer“, zeigte sich Dr. Birgit Böhnke, die für ISP die konzeptionelle und inhaltliche Gestaltung übernahm, von der Geschlossenheit bei der Umsetzung begeistert. Daher sei die Fertigstellung auch so zeitnah zu realisieren gewesen. Denn: Erst vor rund drei Monaten gab es erstmals Überlegungen zur Umgestaltung der unansehnlichen Grünfläche vor dem Museum, die Raimund Paugstadt in seiner Rede als „Hundeklo“ bezeichnete. Am 1. September wurde dann der Nutzungsvertrag mit dem Kreis Plön unterzeichnet, anschließend begannen die Arbeiten.

In gut fünf Wochen entstand so unter Aufwendung von circa 250 Arbeitsstunden ein Areal, von dem sich alle Beteiligten großen Nutzen erwarten. „Wir wollen den Garten für unsere Museumspädagogik nutzen, mit Vorträgen für Schulklassen oder auf Kindergeburtstagen“, hat etwa Museumsleiterin Julia Meyer schon Pläne. Und auch die Apotheken, welche die Finanzierung der benötigten Materialien in Höhe von rund 2600 Euro übernahmen, erhoffen sich einen Lerneffekt: „Viele der hier angepflanzten Gewächse wurden früher als Heilkräuter eingesetzt und symbolisieren so in gewisser Weise den Ursprung der Pharmazie“, freut sich Dirk Krüger von der Schlossapotheke. Zudem sei die Lage des Apothekergartens eine Reminiszenz an die Alte Apotheke, in deren Räumlichkeiten heute das Kreismuseum angesiedelt ist. „So wird ein Stück Stadtgeschichte wieder lebendig.“

Die Geschichte der neugestalteten Anpflanzungsfläche hat indes erst begonnen. Auf fünf Jahre ist der Nutzungsvertrag mit dem Kreis zunächst befristet, der Verein ISP plant aber schon weiter. „Einige der hier gedeihenden Pflanzen, etwa der Gelbe Enzian, erreichen ihre Blühreife erst nach zehn Jahren“, erklärt Dr. Birgit Böhnke. „So lange muss das Areal also auf jeden Fall bestehen bleiben.“

 

 

 

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