Aus drei wird eins

Der Vorstand der neuen KWG will sich künftig für die Bürger und Gemeinden stark machen: (v.li.) Monika Büschleb-Blöck, die drei Beisitzer Dietmar Stökl, Joachim Harting und Sanda Kaliebe sowie die erste Vorsitzende Karin Petersen und ihr Stellvertreter Klaus Blöcker.
Der Vorstand der neuen KWG will sich künftig für die Bürger und Gemeinden stark machen: (v.li.) Monika Büschleb-Blöck, die drei Beisitzer Dietmar Stökl, Joachim Harting und Sanda Kaliebe sowie die erste Vorsitzende Karin Petersen und ihr Stellvertreter Klaus Blöcker.

Neue Kreiswählergemeinschaft formiert sich: Durch Fusion entsteht die KWG / Blöcker und Büschleb-Blöck führen die Kandidatenliste an

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25. Februar 2018, 14:17 Uhr

Aus drei wird eins. 2013 waren drei freie Wählergemeinschaften zur Kommunalwahl im Kreis angetreten. 2018 zur Kommunalwahl im Mai wird nur noch eine – neue – Kreiswählergemeinschaft (KWG) antreten. Seit gut eineinhalb Jahren liefen die internen Gespräche und Abstimmungen, nun hat sich eine neue KWG formiert und am Sonntag in Raisdorf auf einer Mitgliederversammlung ihren Vorstand gewählt und die Liste für die Kommunalwahl aufgestellt.

Erste Vorsitzende der neuen KWG ist die Preetzerin Karin Petersen. Ihr Stellvertreter ist der ehemalige CDU-Kreistagsabgeordnete Klaus Blöcker. Weiter gehören dem Vorstand Rolf Bendfeldt als Schriftführer, Monika Büschleb-Blöck als Kassenwartin sowie Dietmar Stökl, Joachim Harting und Sandra Kaliebe als Beisitzer an.

„Es ist sinnvoller, eine Wählergemeinschaft im Kreis und vor Ort zu haben“, so Büschleb-Blöck. „Wir sitzen mit fünf Abgeordneten im Kreistag, das Potential wollten wir bündeln im Sinn der Gemeinden und der Wähler.“ Es sei in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode schade gewesen, nicht mit einer Stimme gesprochen zu haben. „Jetzt sind wir an der Basis“, so die Kreistagsabgeordnete, die ihrer Fraktion bei der letzten Sitzung den Rücken kehrte und austrat. Von den 86 Bürgermeistern im Kreis würden 48 von den Wählergemeinschaften gestellt, 20 gehörten der CDU an und zehn der SPD, argumentiert man bei der KWG.

„Die Vielfalt ist das Reizvolle für mich“, begründet Klaus Blöcker sein Engagement für die KWG. Dort schätzt man vor allem seine politische Erfahrung, die er nun für die KWG einsetzen will. „Wir wollen nur für den Bürger da sein, müssen weder nach Kiel oder Berlin blicken“, unterstreicht Otto Meyer, der bisherige kommissarische Vorsitzende der KWG. Themen, bei denen die KWG im Kreistag mitreden will, sieht sie genug. Da seien der Schuldenabbau und die Frage, welche freiwilligen Leistungen des Kreises wirklich sein müssen. Sei nicht der Küstenschutz eigentlich eine Aufgabe des Landes? Viel stärken müssten die Gemeinden vor Ort befragt werden, sie wüssten, ob und wo Gelder benötigt würden. „Sie brauchen einfach mehr Eigenverantwortung.“ Ein weiterer Schwerpunkt werde die Digitalisierung sein. „Die Butendörper müssen mit angeschlossen werden“, fordert Büschleb-Blöck.

Thomas Haß hofft nach dem ersten positiven Echo aus der Bevölkerung zu diesem Schritt mit „fünf plus X Sitzen“ im neuen Kreistag. Ziel sei es, in den Ausschüssen konstruktiv mit zu arbeiten, aber „wir wollen uns dabei mit dem Bürger abstimmen“, so Haß weiter.

Spannend wurde es dann auf der Mitgliederversammlung bei der Aufstellung der Kandidaten in den 23 Wahlkreisen. Dabei tauchte ein bekannter Name wieder auf. Angeführt wird die Landesliste der KWG von Klaus Blöcker. Auf Platz 2 steht Monika Büschleb-Blöck, gefolgt von Dietmar Stökl, Rolf Bendfeldt, und Joachim Harting auf Platz fünf. Jens Paustian kandidiert nun im Wahlkreis 15, Lütjenburg-Ost.

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