Aufstieg soll rund 30 000 Euro kosten

Steigt Eutin 08 siegessicher in die Regionalliga auf, werden künftig mehr Zuschauer die Spiele verfolgen. Dann müssen unter anderem bis zu 800 Sitzplätze vorgehalten werden.
Steigt Eutin 08 siegessicher in die Regionalliga auf, werden künftig mehr Zuschauer die Spiele verfolgen. Dann müssen unter anderem bis zu 800 Sitzplätze vorgehalten werden.

Eutin 08, da ist Arend Knoop sich sicher, wird in die Regionalliga aufsteigen / Waldeck-Platz muss dann umgebaut werden – mit Hilfe der Stadt

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20. Januar 2017, 00:02 Uhr

Wenn die Spieler von Eutin 08 auflaufen, um zu siegen, stehen viele der politischen Entscheider Eutins im Fanblock und Jubeln. Doch was bedeutet ein Aufstieg eigentlich finanziell für die Stadt? Um das heruaszufinden, gab es Anfang der Woche einen Ortstermin mit Bürgermeister Carsten Behnk, Arend Knoop von Eutin 08 und Vertretern von Bau- und Ordnungsamt, Polizei sowie dem norddeutschen Fußballverband.

Kultur- und Sportmäzen Arend Knoop: „Wir haben klare Kante bezogen, was gemacht werden muss, es war ein sehr gutes Gespräch. Aber klar ist auch, die Stadt hat bei all den Projekten einfach nicht die Mengen an Geld übrig, um beispielsweise das Stadion zu erneuern. Das braucht es jetzt ja auch noch nicht.“ Viel habe die Stadt in den vergangene Jahren hergerichtet auf dem Waldeck. „Wir haben in der Schleswig-Holstein-Liga einen der schönsten Plätze, das ist nur den wenigsten bewusst“, sagt Knoop. Weil er viel von dem was getan werden muss – Zäune und Fangnetze hinter den Toren, mehr Sitzplätze – in Eigenleistung machen will, schätzt er die notwendigen Mittel der Stadt auf rund 30  000 Euro. „Wir sind jetzt dabei, die genauen Preise zu ermitteln.“ Er will die Stadtvertreter spätestens Mitte Februar also noch vor der Stadtvertretung, in der der Haushalt 2017 beschlossen werden soll, genau informieren. „Ich hoffe, dass wir die Unterstützung bekommen. Es ist doch auch ein Aushängeschild für die Stadt, wenn wir weiter oben spielen.“

Schätzungen, die bei rund 150  000 Euro liegen, relativiert Knoop: „Damals haben wir mit einer Leihtribüne mit etwa 800 Sitzplätzen auf zwei Jahre gemietet gerechnet, allein das schlägt schon mit mehr als 100  000 Euro zu Buche. Und ja, wir werden einiges in Eigenleistung stemmen müssen.“ Aber Knoop ist überzeugt: „Wir steigen auf. Hätten wir eine Mannschaft, die nicht regionalligatauglich wäre, sondern nur Kanonenfutter, würde ich all das gar nicht machen.“

Die Zeit für die Vorbereitungen läuft: Noch sieben Spielen stehen in dieser Saison an, „dann sind wir Meister“ und dann gibt es die Aufstiegssppiele mit vier Mannschaften aus den benachbarten Ländern Niedersachsen, Bremen und Hamburg, von denen zwei Mannschaften aufsteigen.

Ab April sollten laut Knoop die Arbeiten beginnen, damit zum Saisonbeginn Ende Juli der Platz fertig ist. Parkplatzprobleme sieht Knoop nicht: „Klar, es muss die Zuwegung etwas freigeschnitten werden, aber mit guten Ordnern haben wir genug Platz und die Eutiner können ja auch wieder über den Seeschaarwald zu uns hoch.“ Dies sei aus Knoops Sicht alles eine Frage der Kommunikation und des Zusammenhalts: „Ich steh’ dahinter, wir müssen das alle gemeinsam wollen.“

Und was sagt Bürgermeister Carsten Behnk dazu? „In erster Linie wäre das ein toller Erfolg, der für die Sportler, den Verein und natürlich auch für die Außenwahrnehmung Eutins gut wäre.“ Knoops geschätzte Zahl von rund 30  000 Euro hält er angesichts
der notwendigen Vorhaben für sehr optimistisch. Aber: „Ohne der Stadtvertretung vorweg greifen zu wollen, denke ich, dass die Stadt den Aufstieg nicht verhindert.“ Die derzeitigen Summen seien immer noch weit unter dem, was in den letzten Jahren dazu schon einmal im Raum gestanden habe. Behnk habe den Termin extra einberufen, damit die Zahlen in die Haushaltsplanung einfließen können.

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