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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 23:20 Uhr

Eutin : Aufstieg kann teuer werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtvertreter besichtigten Sportanlage: Fußballer von Eutin 08 brauchen Unterstützung, wenn sie in der Regionalliga spielen wollen

Der Spielerfolg von Eutins Fußballmannschaft 08 macht Fans und Stadtvertreter glücklich. Derzeit führt die Mannschaft die Tabelle in der Schleswig-Holstein-Liga an, ein Aufstieg in die Regionalliga ist greifbar. „Die Frage ist, ob wir dabei auch die Rückendeckung und Unterstützung der Stadt und Politik hätten, denn alleine schaffen wir das nicht“, sagte Fußball-Mäzen Arend Knoop gestern Abend beim Rundgang mit Stadtvertretern über die Sportanlage am Waldeck.

Die Stufen der Tribüne im Stadion drohen jeden Moment herauszubrechen – so wellig muten sie an. Ein Teil der Tribüne wurde kurz vor den Mehrkampf-Meisterschaften zur Rasenfläche angeschrägt, weil der noch maroder war als der bestehende, teilte Klemens Nitsche mit, der Fachdienstleiter für Jugend, Sport und Soziales ist. „Ist ja auch alles aus den 70ern“, wirft der Platzwart ein. Die Tartanbahn rund um die Rasenfläche sieht aus wie ein Flickenteppich. Knoop: „Der Platz erfüllt noch nicht einmal die Anforderungen für die jetzige Liga.“ Es fehlt an Wellenbrechern, Flutlicht, vernünftiger Tribüne, einem überdachten zuschauerbereich und eine Lagermöglichkeit für die Leichtathleten, die derzeit jedes Mal ihre Geräte aus zwei Fertiggaragen schleppen müssen, damit sie trocken lagern.Das Profil des Platzes müsste ebenfalls überarbeitet werden, dies sei bei einer Fläche von gut 7000 Quadratmetern auch nicht billig, so Nitsche. „Gut eine Million“ sei notwendig, um das Stadion Regionalliga-tauglich zu machen. Allerdings würden davon auch mehr Sportler als nur die Fußballer profitieren.

Der A-Platz, auf dem Eutin 08 derzeit seine Heimspiele ausrichtet, wäre für weniger umrüstbar, so vermutet Arend Knoop. „Ich hatte den Norddeutschen Fußballverband schon einmal vor Ort und konnte mit ihnen verhandeln.“ Mindestbedingung sei, dass hinter den Toren hohe Netze sind, die gleichzeitig die Bälle auffangen können, es zwei Eingänge gibt, um die Fans zu trennen, mehr Sitzplätze (Knoop rechnet zwischen 600 und 1000 Besuchern), ein Toilettenwagen und ein weiterer Verkaufsstand müssten her. Knoop: „Wenn wir nur Sitzplätze machen, und das wird das teuerste sein, müssen wir den Fußraum zwischen Geländer und Absperrung dichtmachen, das ginge mit Werbetafeln.“

Der Nachteil des A-Platzes: Zuschauer können hier nur von drei Seiten am Platz stehen, die Atmosphäre „mitten im Wald“ sei dafür sehr schön. Eine Flutlichtanlage gibt es schon, die derzeitige Lautsprecheranlage müsste überholt werden, so Knoop. Wie teuer das werde, konnte Knoop in der Ausschusssitzung am Dienstagabend noch nicht sagen. „Ich werde die Experten des Norddeutschen Fußballverbands noch einmal herbestellen und dann zum nächsten Termin eine genaue Kostenaufstellung vorlegen.“

Knoop wisse, dass das Stadion und die LGS in einem Jahr nicht machbar seien aber ein Aufstieg sei eben abhängig vom Tabellenplatz. „Und da sind wir gerade top!“

 

 

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erstellt am 07.Okt.2015 | 09:55 Uhr

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