Aufräumen nach ruhiger Nacht

Das wars: Die letzten Reste des alten Jahres sammeln die Männer seit sechs Uhr morgens vom Baubetriebshof ein.
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Das wars: Die letzten Reste des alten Jahres sammeln die Männer seit sechs Uhr morgens vom Baubetriebshof ein.

Baubetriebshof sorgt für Ordnung / Weniger Müll als sonst / Polizei Eutin und Feuerwehr hatten ruhigen Jahreswechsel

shz.de von
02. Januar 2018, 00:10 Uhr

Die letzten Party-Gäste der Silvesternacht streunen noch vereinzelt durch Eutin auf der Suche nach dem Heimweg, da beginnt für Rüdiger Boehm, Klaus Hamer und Manfred Howe die Schicht. Die drei Männer des Baubetriebshofes starten pünktlich um sechs am Markt – Aufräumen der Silvesterreste. „Deutlich weniger als im Vorjahr“, sagt Rüdiger Boehm las er sich die Handschuhe anzieht und zum Müllsack greift. Woran liegt’s? „Die Menschen greifen häufiger zu den Batterien und Raketen“, sagt Boehm. Das sei nicht nur schöner anzuschauen, sondern auch besser aufzuräumen als durchweichte China-Böller, die nur Krach machten.

Bevor die Kehrmaschine die Innenstadt beginnend mit dem Marktplatz reinigen kann, müssen die Männer Hand anlegen: Verpackungsfolien, Raketenstöcke, Plastikkappen oder gar Flaschen kann die Maschine nicht aufnehmen. Hamer ist der Zwicken-Typ, Boehm und Howe bücken sich lieber und sammeln den Müll mit der Hand auf. Das Wetter, mal abgesehen vom Wind, ist verglichen mit der Silvesternacht, zumindest anfangs trocken. „Wenn alles so aussieht, wie hier, dann schaffen wir das in etwa drei Stunden“, sagt Boehm zuversichtlich. Wie sein Kollege Hamer hat auch er selbst bis vor wenigen Stunden noch im Kreis von Familie und Freunden das neue Jahr begrüßt. „Ich hab nur geschaut, für Knaller und Raketen geb ich kein Geld aus“, sagt Hamer. Und es sei ordentlich was losgewesen. In Hutzfeld wie auch Eutin haben die Menschen bis gut zwei Uhr geknallt.

Doch abgesehen von der Lautstärke des Spektakels sei es auch nach Einschätzung der Eutiner Polizei „ruhig“ gewesen, eine Trunkenheitsfahrt habe es gegeben. Die Feuerwehr Eutin dankte den Eutinern sogar via Facebook und wünschte einen guten Rutsch. Mit gut 200 Einsätzen in 2017 sei es verglichen mit dem Vorjahr (267 Einsätze) auch ein verhältnismäßig ruhiges Jahr für die Eutiner Kameraden gewesen. In der Silvesternacht selbst mussten die Eutiner nicht ausrücken. Wegen der üblichen Container- und Mülleimerbrände wurden zum Jahreswechsel Wehren in Scharbeutz, Bad Schwartau, Malente und Heiligenhafen alarmiert. Die Schönwalder hatten mit einem brennenden Baum zu tun.

Im Kreis Plön hatten die Polizeibeamten mehr Einsätze: 33 mal rückten sie laut Polizeipressesprecher Matthias Felsch aus, allerdings habe es keine nennenswerten Vorkommnisse im Kreis Plön gegeben. Für die Feuerwehr war es laut Leitstelle Mitte, die zuständig für Rendsburg-Eckernförde, Kiel und den Kreis Plön ist, mit 31 Einsätzen – davon 20 allein in der Landeshauptstadt – ruhig.

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