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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 07:34 Uhr

Aufklärer: Großer Einsatz im Kosovo

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im kommenden Jahr werden Eutiner Soldaten wieder Leitverband auf dem Balkan

Die Aufklärer in der Rettberg-Kaserne gehören zu den Bundeswehrverbänden mit der größten Auslandserfahrung: Neun unterschiedlich große Kontingente des Aufklärungsbataillons 6 waren seit 1998 auf dem Balkan und fünf seit 2003 in Afghanistan. Der nächste größere Einsatz wird 2016 wieder im Kosovo sein: Gut vier Monate lang von Januar an werden die Aufklärer einen Leitverband der Kfor-Truppen bilden und mit gut 150 Soldaten auf den Balkan verlegen. Das kündigte der Kommandeur, Oberstleutnant Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck, am Donnerstag beim Grünkohlessen der Kameradschaft in der Kaserne an.

Darüber hinaus werden wie Prinz Waldeck dem OHA sagte, etwa zwölf Aufklärer für einen Einsatz in Afghanistan bereit stehen. „Ob die abgerufen werden, weiß ich natürlich noch nicht, aber bereit sein werden sie.“

Schon seit Wochen stehen Drohnen-Experten aus der
4. Kompanie bereit, die sich
– wie berichtet – auf einen Einsatz zur Überwachung des im September 2014 vereinbarten Waffenstillstands in der Ostukraine vorbereitet hatten. Es sei ja nicht auszuschließen, so der Kommandeur, dass die Aufklärer nicht doch noch in der Ukraine zum Einsatz kämen.

Die Vorbereitung auf einen Ukraine-Einsatz hatten das Bataillon 2014 ebenso beschäftigt wie ein kleines, drei mal ausgewechseltes Kontingent an Aufklärern im Kosovo das ganze Jahr über.

Bevor im Herbst 2015 die Vorbereitung auf den neuen Kosovo-Einsatz beginnt, steht den Eutinern noch eine militärische Herausforderung ins Haus: Anfang Juni werden Soldaten von allen Aufklärungsverbänden und selbstständigen Einheiten der Bundeswehr aus ganz Deutschland – von den Gebirgsaufklärern in Füssen (Ostallgäu) bis Lüneburg – zu einer Ausbildungswoche nach Ostholstein kommen.

Prinz Waldeck: „Diese Ausbildungswoche werden wir bewusst nicht auf Standortübungsplätzen organisieren, sondern im ganzen ostholsteinischen Raum, der dafür sehr geeignet ist.“ Seite 4

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erstellt am 20.Feb.2015 | 12:07 Uhr

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