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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 14:17 Uhr

Eutin : Aufklärer bereit für Ukraine-Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Drohnen-Spezialisten des Eutiner Bataillons “Holstein“ sind auf einen Einsatz zur Überwachung der Waffenruhe in dem Krisenstaat vorbereitet. Einen Marschbefehl gibt es aber noch nicht.

Er ist noch nicht da, der Marschbefehl. Aber die Soldaten der 4. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ wären bereit, wenn morgen die Verlegung Richtung Ukraine angeordnet werden sollte. „Ein Luna-Zug hat sich auf einen Einsatz für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vorbereitet“, bestätigte gestern die Sprecherin des Bataillons, Hauptmann Sandra Pfetzing-Huber, auf OHA-Anfrage.

Seit Ende vergangener Woche ist es offiziell: Deutschland und Frankreich haben der OSZE den Einsatz von Drohnen zur Überwachung des Waffenstillstands in der Ukraine angeboten. In der Bundeswehr sind Vorbereitungen dazu schon vor Wochen angelaufen: „Trotz der großen Auslandserfahrung unserer Luna-Spezialisten erfordert ein Einsatz in der Ukraine eine andere Vorbereitung als zum Beispiel für Afghanistan“, sagte Pfetzing-Huber weiter.

Eine Entscheidung, ob wirklich ein gut 20 Soldaten starker Luna-Zug aus Eutin zum Einsatz kommt, sei vermutlich noch nicht gefallen. Es sei aber auch nicht unwahrscheinlich, dass Eutiner Aufklärer eingesetzt werden, da es in der Bundeswehr nur acht Züge mit der Aufklärungsdrone Luna gebe. Fünf davon sind Bestandteil von Aufklärungsbataillonen. Zugleich verwies die Offizierin auf eine Reihe offener Fragen, die von der Politik beantwortet werden müssten. Auf jeden Fall bedürfte es einer Zustimmung des Bundestages, wenn die Soldaten bewaffnet in die Ukraine gehen sollten. In den vergangenen Tagen war in verschiedenen Medien ohne Quellenangaben berichtet worden, dass die Drohnen-Mannschaften zusätzlich durch bewaffnete Fallschirmjäger aus Seedorf gesichert werden sollen. Ob die OSZE-Staaten einem solchen bewaffneten Einsatz zustimmen würden, ist noch offen, auch Russland müsste dafür seine Genehmigung erteilen.

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erstellt am 15.Okt.2014 | 04:00 Uhr

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