Auffrischung für den Fahrzeugpark

Knapp 200 000 Euro werden in Fahrzeuge des gemeindlichen Bauhofs investiert

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04. November 2013, 00:33 Uhr

Gute Nachricht für die Mitarbeiter des Bauhofs. Der Planungsausschuss hat bei den Haushaltsberatungen die von der Verwaltung vorgelegte Liste von Neuanschaffungen in vollem Umfang passieren lassen. So sollen für 198 000 Euro neue Fahrzeuge angeschafft werden, darunter ein Ersatz für den Kommunalschlepper „Fendt Xylon“ (135 000 Euro), ein Pritschenfahrzeug (35 000 Euro), sowie Schneepflug und Streuer (zusammen 28 000 Euro). Daneben sollen für gut 33 000 Euro zahlreiche kleiner Gerätschaften gekauft werden.

Insbesondere SPD-Gemeindevertreter Heino Anders, ehemaliger Leiter des Bauhofs, prangerte den veralteten Fuhrpark der Einrichtung an. „Wir können es uns einfach nicht leisten, nur marode Fahrzeuge auf dem Bauhof zu haben.“ So sei beispielsweise der Xylon „praktisch auf“, da der 13 Jahre alte Traktor sommers wie winters fast permanent im Einsatz sei. Kein Fahrzeug auf dem Bauhof sei jünger als zehn Jahre. In die gleiche Kerbe schlug Peter Sauvant (Grüne): „Es macht keinen Sinn zu warten, bis alles zusammenbricht.“

Bürgermeister Michael Koch stellte fest, dass sich die Gemeinde letztlich in der Vergangenheit durch das Aufschieben fälliger Ersatzbeschaffungen „wirtschaftliche Nachteile eingehandelt“ habe. Im vergangenen Jahr habe sich jedoch eine neue Betrachtungsweise durchgesetzt. Die nun vorgesehenen Neuanschaffungen seien ein „Signal an die Mitarbeiter des Bauhofs“.

Geld spart die Gemeinde erst einmal durch die Vertagung des Ausbaus von Wiesenweg, Gremskampstraße und Ringstraße (wir berichteten). Weitere Investitionen wurden dagegen im Ausschuss gebilligt, darunter die Sanierung und Dämmung des Altbauteils des Rathauses für 140 000 Euro. Die Dringlichkeit der Dachreparatur stellte Bauamtsleiterin Britta Deubel noch einmal heraus: „Wir haben Wassereinbrüche in diversen Räumlichkeiten, teils läuft das Wasser aus den Lampen heraus.“ Hinzu komme, dass das Dach ungedämmt sei, die Temperatur in den Räumen darunter steige im Sommer auf bis zu 40 Grad.

Auf den Weg gebracht wird mit dem Haushalt 2014 auch ein Niederschlagswasser-Konzept, das mit 16 500 Euro Planungskosten zu Buche schlägt. Eine „Regensteuer“ für Hauseigentümer sei damit noch nicht beschlossen, betonte Koch. „Das ist eine politische Entscheidung, aber das Niederschlagswasserkonzept müssen wir machen.“ Das sei die gesetzliche Lage.

Mit einem Sperrvermerk wurde auf Initiative von Gudrun Förster (CDU) dagegen der Bau einer Info-Hütte im Wildpark versehen. Diese soll 27 600 Euro kosten, von denen die Aktiv-Region 12 700 Euro beisteuern will. Die Hütte soll beispielsweise ganzjährige Umweltbildung ermöglichen, erläuterte Koch. Der Bauausschuss will den Sperrvermerk aufheben, sobald die Finanzierung steht.

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