zur Navigation springen

Neues Konzept : Aufbruchstimmung fürs Eutiner Schloss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Stiftungsvorstand geht in die Offensive: Mehr Besucher sollen auch mehr Geld liefern. Bis 2017 soll die Zahl der Schlossbesucher auf 50 000 verdreifacht werden.

Mit einer umfassenden Erneuerung ihrer Angebote und Strukturen will die Stiftung Schloss Eutin deutlich mehr Publikum anziehen als zuletzt. Bis 2017 soll die Zahl der Schlossbesucher auf 50 000 verdreifacht werden. Dieses Ziel und geplante Wege dahin stellte der Stiftungsvorstand gestern in vier Informationsrunden den Mitarbeitern, dem Förderverein sowie den Stadtvertretern und der Presse in Eutin vor.

„Wir arbeiten intensiv darauf hin, dass mit dem Saisonbeginn am 17. April hier schon ein Aufbruch deutlich wird“, sagte Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer. So soll die künftig von der Familie Gutzeit betriebene Gastronomie mehr Raum erhalten, ebenso aber auch frisch Platz geschaffen werden für Wechselausstellungen im Erdgeschoss und für einen größeren Museumsshop mit regionalen Produkten. Das Schloss Eutin muss landesweit als Topadresse für Gastlichkeit und Kulturerlebnis bekannt werden, lautet der neue Anspruch.

Darauf zielen neue Strategie-Vorschläge fürs Schloss. Sie hat Matthias Bönsel, Chef eines Beratungsunternehmens für Kultureinrichtungen, im Auftrag des vom Staatssekretär und Herzog Christian von Oldenburg gebildeten Stiftungsvorstandes entwickelt. „Wir waren mit den Besucherzahlen nicht mehr zufrieden“, sagte Christian von Oldenburg.

Bönsel bescheinigte dem alten Konzept, zu wenig Anreize für erneute Besuche und zu wenige Veranstaltungen zu bieten. Die Dauerausstellung müsse „medial neu präsentiert“, die im Schloss vielfältig steckende Historie „spannend erzählt“ werden. Sonderausstellungen könnten frisches Interesse wecken, so soll 2016 zur Landesgartenschau königliches Porzellan aus Dänemark gezeigt werden. Durch hochwertige Gastronomie inklusive eines gemütlichen Lounge-Bereiches solle das Schloss zu einem bevorzugten Treffpunkt in Eutin werden, so Bönsels Idee.

Die Entscheidung über das Konzept, das deutlich höhere Einnahmen bringen soll, fällt im März der Stiftungsbeirat. Dessen sechs Mitglieder werden gerade neu berufen, die Amtszeit des alten Beirats lief im November aus. Zudem soll der Landtag das Gesetz für die Stiftung Schloss Eutin so ändern, dass künftig ein hauptamtlicher Vorstand
das operative Geschäft
führt. Weitere personelle Veränderungen stehen noch nicht fest. „Das Land wird sich nicht aus der Finanzierung zurückziehen“, sagte Schmidt-Elsaeßer. Für Maßnahmen im Schloss stelle Kiel 2014 insgesamt 690 000 Euro zur Verfügung. Seite 3

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 18.Feb.2014 | 17:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen