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Problem bei berufsschulen : Auf Suche nach „seltenen“ Lehrern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rektoren der Berufsschulen Oldenburg und Eutin berichteten bei einer Podiumsdiskussion von den speziellen Problemen ihrer Schulart. Es sind vor allem Fachlehrer, bei denen die Rekrutierung schwer fallen kann.

shz.de von
erstellt am 03.Okt.2013 | 16:42 Uhr

Die Zukunft des Bildungsstandortes Deutschland ist ein aktuell viel diskutiertes Thema. Meist aber geht es dabei um Universitäten und allgemeinbildende Schulen. Bei einer vom Unternehmensverband Ostholstein-Plön und dem CDU-Wirtschaftsrat organisierten Veranstaltung standen jedoch die Berufsschulen im Mittelpunkt.

„Wir haben das Bestreben, unseren eigenen Nachwuchs selbst heranzuziehen“, berichtete Dr. Annemarie Goos, Schulleiterin der Beruflichen Schulen des Kreises in Oldenburg. Gemeinsam mit ihrem Eutiner Amtskollegen Carsten Ingwertsen-Martensen schilderte Goos, welche Schwierigkeiten gerade Berufsschulen auf der Suche nach geeigneten Lehrern haben. In Oldenburg werden an insgesamt vier Standorten rund 3000 Schüler von 168 Lehrern unterrichtet, die Eutiner Berufsschule hat 2986 Schüler, die an ebenfalls vier Standorten von rund 150 Lehrern unterrichtet werden.

Ein großes Problem sei, so Ingwertsen-Martensen, dass bestimmte Bereiche universitär gar nicht angeboten würden und die Schule somit auf Quereinsteiger angewiesen sei. Das treffe beispielsweise auf den landwirtschaftlichen Bereich in Lensahn zu, ergänzte Goos.

Weiteres Problem: Wird mal einer dieser „seltenen“ Lehrer krank, gibt es kaum Ersatz für ihn. „Ich kann nicht Stand-by einen zweiten Tischler für den praktischen Fachkundeunterricht beschäftigen“, so Goos. Zwar habe sie eine finanzielle Reserve, um eta Ruheständler zurückzuholen. Aber dieses Mittel helfe bei kurzfristigen Ausfällen nicht.

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