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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 21:11 Uhr

Auf Entdeckungstour

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gia Abdullah wird als Praktikant für den Ostholsteiner Anzeiger unterwegs sein

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 00:18 Uhr

Gia Abdullah (23) lebt seit fast eineinhalb Jahren in Eutin und wird in den nächsten zwei Wochen für den Ostholsteiner Anzeiger unterwegs sein. „Ich möchte die Menschen interviewen, um sie dadurch vielleicht etwas besser kennenzulernen. Ich möchte mehr über Land und Leute erfahren“, sagt Gia Abdullah.

Anfangs dachte er, Eutin sei eine eher langweilige Stadt, „aber nachdem ich die Menschen in der Kirche, in den Vereinen und Ehrenamtler kennengelernt habe, war mein Bild ein anderes“. Nach dem Integrationskurs hat Gia Abdullah den B2-Kurs in Deutsch absolviert. Er spielte Fußball bei der BSG auf dem Sportplatz, geht regelmäßig zu Treffen des Café Global, das es einst bei der Michaeliskirche und jetzt im Haus der Begegnungen am Quitschenbarg in Eutin gibt. „Um Journalist werden zu können, muss ich die Sprache wie ein Deutscher sprechen können, da muss ich noch einiges lernen. Denn ohne Sprache geht es nicht, sie ist der Schlüssel“, sagt der 23-Jährige. „Er ist sehr ehrgeizig“, sagt Tanja Müller. Die Ehrenamtlerin kennt den 23-Jährigen seitdem er in Eutin wohnt: „Wenn er will, dann schafft er das auch.“ Und Gia Abdullah ergänzt mit einem Lächeln im Gesicht: „Und ich will.“ Aber warum interessiert er sich überhaupt für Journalismus? „Ich möchte den Flüchtlingen, die hier leben, gern eine Stimme geben. Mich interessieren viele Themen, die sie betreffen.“ Aber er genieße es auch, in Deutschland frei denken und sprechen zu können. „Das war in Syrien nicht möglich.“ Gia Abdullah hat sein Abitur in Derkusen gemacht, sich danach für ein Geschichtsstudium eingeschrieben, dies aber wegen seiner Flucht nicht begonnen. Er gehört zur kurdischen Minderheit in Syrien. „Wenn es die Umstände eines Tages mal erlauben sollten, würde ich auch gern nach Syrien reisen und über die Kurden da berichten“, sagt Gia Abdullah. Aber bis dahin dauere es noch.

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