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Rathaus Eutin geht neue Wege : Auf der Suche nach neuen Kollegen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit Filmprojekt und Azubi-Party macht die Stadt Werbung für freie Lehrstellen in der Verwaltung

Niemand von ihnen hat je eine Schauspielschule besucht und doch hatten sie jetzt in einem Kurzfilm der Stadt Eutin ihre erste kleine Rolle vor der Kamera: Fünf Auszubildende der Stadtverwaltung präsentierten gestern im großen Sitzungssaal des Rathauses ihr Projekt „Azubis vor der Kamera“, das unter der Leitung von Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt und Ausbildungsleiterin Karin Leider entstand. Damit will Eutin auf das Ausbildungsjahr 2015 aufmerksam machen. Bewerbungen hierfür können noch bis zum 21.September eingereicht werden.

„Noch sind die Zahlen der Bewerber bei uns stabil“, sagt Karin Leider, die die Filmidee von Beginn an unterstützte. „Aber auch wir müssen vorbeugen. Irgendwann wird der Fachkräftemangel, der in anderen Branchen schon zum Problem geworden ist, auch die Verwaltung erreichen.“ Von einem Film erhofft man sich nun ganz neue Möglichkeiten, potenziellen Interessenten die moderne Stadtverwaltung näher zu bringen. Er solle zeigen, dass die Arbeit im Rathaus spannend sein kann.

Die Lehrlinge waren sofort Feuer und Flamme für das Film-Projekt, auch wenn eigentlich keiner von ihnen eine Karriere als Schauspieler anstrebt. „Der Film wirkt sympathisch und kann dadurch hoffentlich viele junge Leute ermutigen, es mal mit einer Ausbildung bei uns zu versuchen“, ist Hauke Tillmann optimistisch. Er selbst absolviert gerade ein Duales Studium im Bereich der Verwaltungswissenschaften bei der Stadt. Auch dafür will die Verwaltung mit dem Imagefilm werben. „Es war uns wichtig, den Standort Eutin in den Vordergrund zu rücken, dabei aber nicht den Fokus für die Ausbildungschance zu verlieren“, sagte Kerstin Stein-Schmidt. Für die Stadtmanagerin haben die Laiendarsteller diese Botschaft erstklassig übermittelt: „Ich bin total stolz auf meine Azubis!“

Nach der Filmvorführung standen die fünf Hauptakteure des Films interessierten Ausbildungsanwärtern dann noch Rede und Antwort. Unter dem Motto „Azubi-Party“ konnten in Einzelgesprächen Fragen zur richtigen Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen, zu Anforderungsprofilen oder der Verwaltungslehre im Allgemeinen gestellt werden. Das so genannte Speed-Dating-Verfahren sei dafür genau die richtige Methode, meint Kerstin Stein-Schmidt: „In großer Runde traut man sich sonst vielleicht nicht, diese Fragen zu stellen.“

Für Ausbildungsleiterin Karin Leider war die Kampagne „Azubis vor der Kamera“ indes erst der Anfang. „Der Film soll zwar eine gewisse Langzeitwirkung haben, aber irgendwann müssen wir dann auch wieder unsere neuen Gesichter vorstellen.“ Zunächst sei im Herbst aber erst einmal ein ähnliches Projekt für den Bereich Tourismus in Eutin geplant.

Wer sich den aktuellen Film anschauen möchte: Er steht ab sofort auf der Homepage der Stadt unter www.eutin.de zur Verfügung.

 

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erstellt am 01.Sep.2014 | 12:47 Uhr

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