„Auf der Insel der Glückseligen“

60 Plöner Neubürger plus zehn Kinder, die im Nebenraum betreut wurden, kamen zum Neubürgerempfang ins Alte E-Werk. In den Reihen fanden sich auch Vertreter der politischen Parteien und von Vereinen, die sich und ihre Angebote vorstellten.
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60 Plöner Neubürger plus zehn Kinder, die im Nebenraum betreut wurden, kamen zum Neubürgerempfang ins Alte E-Werk. In den Reihen fanden sich auch Vertreter der politischen Parteien und von Vereinen, die sich und ihre Angebote vorstellten.

60 Neu-Plöner und ihre Kinder nutzen die Gelegenheit für Informationen und Austausch bei Empfang der Stadt

shz.de von
28. Januar 2018, 17:18 Uhr

Familiengründung, beruflicher Wechsel, Haus-Neubau, älter werden: Es gibt viele Gründe, nach Plön zu ziehen. Warum es in Plön so schön ist, verdeutlichten Bürgervorsteher Dirk Krüger und Bürgermeister Lars Winter im Alten E-Werk bei einem Neubürger-Empfang. 60 angemeldete Neu-Plöner und ihre Kinder nutzten die Gelegenheit für Informationen und Austausch.

Den Vormittag mit Vorträgen, Filmen und Vorstellungsrunden von Vereinsvertretern organisierte Elke Springer, Teamleiterin für Jugend und Soziales der Stadt. In den Jahren 2010 und 2011 habe die Stadt viele familienfreundliche Maßnahmen entwickelt und erstmals den Neubürger-Empfang angeboten, erzählte sie. „Beim ersten Mal kamen nur fünf Leute. Seit wir alle persönlich einladen, ist die Resonanz sehr groß. Die Menschen freuen sich total, dass sie persönlich angeschrieben werden.“ Diesmal waren 420 Einladungen verschickt worden.

Nach Angaben von Armin Kirchner, Fachbereichsleiter Ordnungsamt, Bürgerservice, Sozial- und Standesamt, sind 731 Menschen in 2017 nach Plön gezogen. „Wir haben immer eine leichte Steigerung und liegen jetzt bei über 9000 Einwohnern“, erklärte er rückblickend auf 2011, als der Mikrozensus aus zuvor 12 834 Einwohnern 8686 gemacht hatte. Geschuldet war die plötzliche Schrumpfung nicht mehr aktuellen Zahlen von Soldaten, die mehr als drei Monate in Plön dienten und sich anmelden mussten, sich aber oftmals nicht abmeldeten.

„Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie hierher gezogen sind, es gibt kaum eine schönere Stadt in Schleswig-Holstein als Plön. Sie wohnen quasi in den Seen mitten zwischen Kiel und Lübeck und sind in 30 Minuten an der Ostsee“, warb Krüger. Er gab eine kurze Einführung in die Kommunalpolitik und lud dazu ein, sich am 6. Mai um ein Mandat in der Ratsversammlung zu bewerben. In seinem ersten Neujahrsempfang als Plöner Bürgermeister und ebenfalls Neubürger beschrieb Lars Winter die Ämter im historischen und daher nicht barrierearmen Rathaus, wo sich Knöllchen und Hundesteuer direkt bezahlen ließen. Für das Plön-Bad warte man noch auf ein Gutachten zu den Ursachen der Schäden im seit anderthalb Jahren gesperrten Kinder-Piratenbad. Das Gericht sei noch dabei, die Angelegenheit zu klären. „Wir leben hier auf der Insel der Glückseligen“, erklärte der Verwaltungschef mit Verweis auf die Lage der Stadt zwischen viel Wasser. Das sei für die städtische Entwicklung nicht ganz unproblematisch.

Winter gab einen Überblick zu Kitas, Schulen, kostenfreier Offener Ganztagsschule („ich glaube, dass wir durch die gute Betreuung hier weniger Beschädigungen durch Vandalismus haben“), Sporthallen, Ballett, Musikzug („tolles Aushängeschild für die Stadt“), beschrieb das soziale Netzwerk, Musikschule, Wochenmarkt, Schloss, betreutes Wohnen, Einkaufsmöglichkeiten, Wassersport und vieles mehr. Am Schluss gaben Feuerwehr, Seniorenbeirat, Nedderdüütsch Gill, TSV, Plön bewegt, Schiedsmann Walter Hof, Techniker-Stammtisch, Sozialverband und Familienbildungsstätte Einblick in ihre Arbeit. Und noch ein Plus für Plön: Neubürger haben am 3. und 10. Februar bei zwei kostenfreien Stadtführungen Gelegenheit, die Stadt zu erkunden.

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