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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 04:16 Uhr

Auf dem Weg ins Glück in Danville

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Eutiner Paul Sprick hat sein Studium am „Centre College“ in Kentucky aufgenommen und bereitet sich auf die Basketballsaison vor

Der Vorlesungsplan steht, der Spielplan für die Basketballsaison 2015/16 auch. Der Eutiner Paul Sprick hat die Weichen sowohl für sein Studium der Wirtschaftspsychologie, als auch für seine sportliche Laufbahn am „Centre College“ in Danville/Kentucky gestellt. „Es gefällt mir hier total“, fasst der 20-Jährige seine ersten Eindrücke zusammen. Anfang September hat er sein Studium begonnen, am 15. November steht er zum ersten Mal in einem Punktspiel im Trikot des Centre College auf dem Spielfeld. Gegner ist das Team der Universität von Maryville/Tennessee.

Das Uni-Leben in Danville spielt sich zu großen Teilen auf dem Campus ab. Dort sind auch die Studentenzimmer. Paul Sprick teilt sich seins mit seinem Mitspieler Quinn Pergande, einem 2,03-Meter-Offensivspieler.

Paul Spricks Studienziel ist der Bachelor-Abschluss in Psychologie, im Nebenfach in „Economics“, einer Kombination aus Volks- und Betriebswirtschaft. In der ersten Woche waren die Studienanfänger, die so genannten „Freshmen“ unter sich, sie lernten den Campus kennen, bekamen „Academic Advisors“ zugeteilt, das sind Professoren, die während des Studiums die persönlichen Ansprechpartner sind.

Als Erstsemester hat Paul Sprick vier Kurse belegt: Statistik, Einführung in die Psychologie, „Humanities“, das ist ein Teilbereich der philosophischen Fakultät, und Economics. „Es ist hier anders als in Deutschland“, hat Paul Sprick festgestellt. Das Wissen werde vor allem frontal vermittelt, es gebe Anwesenheitspflicht: „Wer unentschuldigt fehlt, muss mit Abzügen in seiner Note rechnen.“ Während des Semesters gebe es in den Fächern jeweils zwei bis drei Prüfungen, dazu komme die Semesterklausur als Abschluss.

Das kulturelle Leben bietet eine große Vielfalt, es gebe Musikstudios, Bühnen und Theateraufführungen. Der Studiengang Architektur gestalte die Innenausstattung der Gebäude mit. „Die Universität ist auf die praktische Arbeit ausgerichtet“, sagt Sprick. In seinem zweiten Semester steht eine „Lab-Time“, also eine Laborarbeit auf dem Ausbildungsplan, im Fach Psychologie sei das im Grundstudium wahrscheinlich die Beobachtung des Verhaltens von Ratten.

In der Privatuniversität von Danville leben alle Studierenden auf dem Campus. In den kurzen Herbstferien, dem zweitägigen „Fall Break“, waren die meisten Studierenden ausgeflogen. „Hier waren eigentlich nur die Schwimmer und Basketballer auf dem Campus“, berichtet Paul Sprick. In beiden Sportarten beginnt die Saisonvorbereitung im Herbst. Vor dem Trainingsstart für das Basketballteam haben die Spieler individuell trainiert und sich beim „Open Jams“, dem lockeren Spiel, spielerisch an die Saison herangetastet.

In den ersten Trainingseinheiten haben die Coaches vor allem an Theorie und Taktik gearbeitet. „Da ging es um die Offensivsysteme, die die Mannschaft spielt. Und die Coaches haben sich vorgestellt“, sagt der Basketballer. Die ersten Übungseinheiten seien körperlich sehr anstrengend gewesen. Danach lernte Paul Sprick ein Hilfsmittel zur Regeneration kennen, dem Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker bei der WM 2014 in Brasilien zu großer Bekanntheit verhalf: die Eistonne. „Die Eistonne bewirkt förmlich Wunder, erst ist es ein Schock, danach ist es einfach klasse!“

Am 15. November bestreitet das Team des Centre College sein erstes Saisonspiel gegen die Universität von Maryville/Tennessee. Das Thema der ersten Hausarbeit steht für Paul Sprick auch schon fest. Seine Aufgabe in Humanities zum Unterthema „Psychology of virtues“ (Psychologie der Tugenden): „Definieren Sie Happiness!“ Es sieht so aus, als habe der 20-Jährige seine persönliche Definition für den Begriff „Glück“ in den Vereinigten Staaten gefunden.

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erstellt am 23.Okt.2015 | 15:28 Uhr

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