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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 08:05 Uhr

Auf dem Rücken der Pferde...

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ostholsteinischer Reiterverein Malente-Eutin hat seine Voltigierabteilung auf dem Reiterhof Lütjenmoor neu gegründet

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2016 | 21:13 Uhr

„Es ist toll, auf einem Pferd zu sitzen“, sagt Nola Rathsmann. Sie gehört zu den rund 30 Kindern, die beim Ostholsteinischen Reiterverein (ORV) Malente-Eutin in der neu gegründeten Voltigiergruppe erste sportliche Erfahrungen mit dem Pferd als Partner machen.

Eingebettet in die Landschaft der Holsteinischen Schweiz liegt der Reiterhof Lütjenmoor. Die Anlage läßt keine Wünsche offen: geräumige Boxen mit viel Licht und Luft, Dressur- und Springplatz, Weideflächen, und das Futter wird aus eigenem Anbau selbst hergestellt. Vor sieben Jahren hat sich Hans-Peter Wandhoff, Besitzer des Kieswerkes in Malente-Sieversdorf mit dem Bau dieser Reitanlage einen Kindheitstraum erfüllt. Als Wandhoff die Pferdezucht einstellte, pachtete der ORV-Vorsitzende Horst Richtarsky vor drei Jahren die Anlage.

„Erst im Dezember des vergangenen Jahres haben wir die Sparte Voltigieren aufgelöst, um sie dann im Februar diesen Jahres neu aufleben zu lassen“, berichtet Richtarsky. Die beiden Voltigierpferde, der Pinto Wallach „Herr von Bödefeld“ und die Haflinger Stute „Odessa“, müssen brav sein und ein ausgeglichenes Interieur haben. „Ein breiter Rücken, wie ihn mein Herr von Bödefeld hat, ist absolut von Vorteil“, weiß Spartenleiterin Astrid Jönck. Sie selber unterrichtet das Voltigieren seit ihrem 14. Lebensjahr.

„Beim Voltigieren knüpfen Kinder und Jugendliche erste Kontakte zum Pferd, sie erlernen den Umgang mit dem Tier und übernehmen Aufgaben und Verantwortung bei der Pflege des Pferdes“, sagt Astrid Jönck. Das Pferd sei kein starres Turngerät, sondern ein fühlendes Lebewesen, das artgerecht versorgt und behandelt werden will. Für die kleinen Mädchen der Gruppe ist das Pferd das wichtigste. „Und am schönsten ist es, wenn sie sich rücklings auf den Pferderücken legen und sich mit der Bewegung mitnehmen lassen“, hat Astrid Jönck herausgefunden. Neue Übungen proben die Kinder zunächst auf dem Holzpferd. Das sei für Kind und Pferd am schonendsten. Bei den turnerischen und gymnastischen Übungen gelte es, die Balance zwischen der Übung und dem Bewegungsrhythmus des Pferdes zu finden. Voltigieren fördere also die motorische Entwicklung. Astrid Jönck hat stets das Wohl der Pferde im Blick: „Wir heben die Kinder zunächst auf das Pferd, damit sie nicht so stark an ihm ziehen und es nicht ärgerlich wird.“ Voltigieren sei die einzige Sportart, bei der Kind bereits mit vier Jahren Kontakt zum Pferd aufnehmen können. In den meisten Vereinen fange das Reiten für Kinder erst mit dem sechsten Lebensjahr an, erläutert die Spartenleiterin.

Astrid Jönck wird sie dabei von Ann-Kathrin Papke, Urte Seifert, Lena Papke, Pia Schöning und Carolin Osterkamp unterstützt. Horst Richtarsky genießt es, montags zuzuschauen, wenn die Kinder auf den Pferden turnen: „Da geht mir das Herz auf, das ist die reitende Zukunft.“

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